Wichtige Tipps zu Festhypotheken

Es gibt viele gute Gründe, mit dem Abschluss einer Festhypothek zu warten. Trotzdem fühlen sich viele Hypothekarnehmer wohler, die Zinsen für die nächsten Jahre anzubinden. Dabei sollte man folgende Tipps beachten:

  • Tipp 1: Festhypotheken zahlen sich nur aus, wenn die Zinsen nach dem Abschluss der Hypothek stark steigen und für längere Zeit hoch bleiben. Die Banken gehen gemäss den aktuellen Swapsätzen aber davon aus, dass die Zinsen noch lange tief bleiben werden. Bevorzugen Sie daher lange Laufzeiten ab acht Jahren, wenn Sie überzeugt sind, dass die Zinsen früher als von den Marktakteuren angenommen steigen.
  • Tipp 2: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Auch wenn Festhypotheken günstig erscheinen: Nehmen Sie einen Teil Ihrer Finanzierung als Geldmarkt-Hypothek bzw. Libor-Hypothek auf. Mit einer Geldmarkt-Hypothek profitieren sie weiterhin von sehr tiefen Zinsen und bleiben flexibel, falls Sie Ihre Hypothek unerwartet vorzeitig zurückzahlen müssen. Erst wenn die Schweizerische Nationalbank die Zinsen auf über null Prozent anhebt, dürften Hypotheken wieder substanziell teurer werden. Falls die Banken jemals dazu übergehen sollten, die Sparguthaben ihrer Kunden negativ zu verzinsen, dürften Geldmarkt-Hypotheken sogar noch günstiger werden.
  • Tipp 3: Berücksichtigen Sie auch einen ungeplanten vorzeitigen Ausstieg aus der Festhypothek. Wählen Sie ein Kreditinstitut, das Ihnen bei einem vorzeitigen Ausstieg keine Minuszinsen verrechnet und Ihnen die Ausstiegsentschädigung auszahlt, wenn diese zu Ihren Gunsten ausfällt. Viele Institute behalten solche Entschädigungen für sich zurück. Je nach Höhe der Hypothek und Restlaufzeit kann es dabei um mehrere zehntausend oder sogar hunderttausend Franken gehen.
  • Tipp 4: Wenn Sie absolut auf Nummer sicher gehen möchten, binden Sie die Zinsen heute an. Mit einer Termin-Hypothek sichern Sie sich die aktuellen Zinssätze, auch wenn Ihre Hypothek erst in ein paar Monaten ausbezahlt wird.
  • Tipp 5: Versuchen Sie sich nicht als Zinsprognostiker. Es lohnt sich nicht, auf den Tag mit den absolut tiefsten Zinsen zu warten. Staffeln Sie stattdessen besser die Laufzeiten und Ablauftermine und planen Sie mit unterschiedlichen Hypothekar-Modellen. Entwickeln Sie so eine Hypothekarstrategie, die Ihrer individuellen Situation entspricht.
  • Tipp 6: Seien Sie offen für Alternativen. Mit einer Geldmarkt-Hypothek plus Zinsdach (Cap) oder dem VZ Hypotheken Überwachungssystem (HÜS) profitieren Sie von den tiefen Zinsen, bleiben flexibler als mit einer Festhypothek und sind trotzdem bei einem kräftigen Zinsanstieg geschützt.
  • Tipp 7: Nutzen Sie das Hypotheken-Überwachungssystem (HÜS), das für Hypothekarkunden des VZ kostenlos ist. Legen Sie im HÜS die Limite fest, bei der Sie Ihre Geldmarkt-Hypothek in eine Festhypothek umschichten möchten. Wird diese Limite überschritten, löst das HÜS einen Alarm aus, und Sie können rechtzeitig wechseln.
  • Tipp 8: Profitieren Sie von einer dynamischen Festhypothek mit Zinsdach. Das Hypotheken-Überwachungssystem des VZ prüft täglich, ob für eine Laufzeit von beispielsweise 10 Jahren die Zinsen einer Geldmarkt-Hypothek plus die Zinsen einer Festhypothek für die nächsten 10 Jahre eine Grenze übersteigen, die Sie vorgegeben haben (zum Beispiel 2,0 Prozent). Im Idealfall profitieren Sie so noch jahrelang von Zinsen um 1 Prozent und haben gleichzeitig die Sicherheit, durchschnittlich nicht mehr als 2,0 Prozent Zins pro Jahr zu zahlen.

Die Hypothekarberatung beim VZ

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