Pensionskasse

IAS 19: So halten Unternehmen ihre Pensionsverpflichtungen tief

Mit neuen PK-Modellen können Unternehmen ihre Vorsorge-Verpflichtungen besser steuern und die Rückstellungen deutlich tiefer halten.

Simon Tellenbach

Geschäftsleiter Firmenkunden

Seit 2013 müssen Unternehmen, die die internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS anwenden, Pensionsverpflichtungen anders darstellen. Bis dahin konnten sie ihre Vorsorge-Verpflichtungen in einer definierten Bandbreite stabil halten. Die angepassten IAS 19-Vorschriften führen dazu, dass die Rückstellungen in der Bilanz höher ausfallen und das Eigenkapital schmälern.

Individualisierte Wertschwankungsreserven

Die PK-Spezialisten des VZ VermögensZentrums haben Modelle entwickelt, mit denen Unternehmen ihre Rückstellungen tief halten können und gleichzeitig das Risiko einer Unterdeckung ihrer Pensionskasse langfristig senken.

Im KMU-Special lesen Sie, wie Sie Ihre Pensionskasse, Versicherungen und Nachfolge optimieren können:

Eines dieser Modelle umfasst die gesamte Vorsorge inklusive gesetzliche Mindestleistungen. Grundidee ist der Wechsel von kollektiven zu individuellen Wertschwankungsreserven: Ein Teil der Risiken und Chancen aus der Anlage der überobligatorischen Guthaben wird auf die Versicherten übertragen. Damit sind sie viel direkter an den erwirtschafteten Erträgen beteiligt.

Das Guthaben der Versicherten wird marktgerecht verzinst. Damit wird transparent, wie viel die Pensionskasse erwirtschaftet, wie viel sie verdient, und wie viel sie an die Versicherten weitergibt. Versicherte, die aus der Pensionskasse ausscheiden, nehmen ihr Guthaben samt Anlageerfolg mit. Bei Unternehmen mit einem hohen Anteil an überobligatorischer Vorsorge wird diese zu einer Beitragsprimatlösung im Sinne von IFRS und USGAAP.

Überparitätische Sparleistungen des Arbeitgebers sind keine fixen Verpflichtungen der Pensionskasse, sondern werden auf individuelle Wertschwankungskonten gebucht. Weil eine Unterdeckung praktisch ausgeschlossen ist, entfallen auch Sanierungsmassnahmen.

Ein zweites Modell basiert auf individuellen Anlagestrategien für Mitarbeitende mit einem Jahresgehalt ab 129'060 Franken. Auch damit lassen sich Pensionsverpflichtungen besser steuern.