Lohnt es sich überhaupt noch privat vorzusorgen?

gourmet, 7.10.2020

Vom VZ VermögensZentrum in Zürich

Wer seinen gewohnten Lebensstil nach der Erwerbstätigkeit weiterführen will, muss sich selbst um seine Vorsorge kümmern.

AHV und der Pensionskasse sei ihr Lebensstandard abgesichert. Das ist aber immer weniger der Fall, denn die Renten sind in der Regel viel tiefer als das Erwerbseinkommen. Wer also nicht den Gürtel enger schnallen will, muss zusätzlich selbst vorsorgen.

Selbst vorsorgen immer wichtiger

Der Staat fördert die private Vorsorge mit Steuervorteilen und will diese Vergünstigungen jetzt noch ausbauen. Wer zum Beispiel früher nicht in der Säule 3a einzahlen konnte, soll das nachholen können und diese Beträge vom steuerbaren Einkommen abziehen dürfen. Der Nationalrat stimmte einer entsprechenden Motion zu. Jetzt muss der Bundesrat eine Gesetzesvorlage dazu ausarbeiten. Das ist eine gute Nachricht, aber viele Sparer zweifeln daran, ob ihnen das etwas bringt. Tiefe Sparquoten, düstere Wirtschaftsaussichten und negative Zinsen sorgen für Unsicherheit. Weil die Renten der beruflichen Vorsorge weiter sinken, lohnt es sich zu prüfen, wie man am besten für sein Alter sparen kann. Die folgenden Tipps helfen weiter:

Sparplan verfolgen

Früher konnte man regelmässig kleine oder grosse Beträge auf ein Sparkonto einzahlen und dem Geld beim Wachsen zusehen. Doch seit die Banken kaum noch Zinsen zahlen, fällt der Zinseszins-Effekt weg. Steuern und Inflation führen dazu, dass das Geld langfristig sogar an Wert verliert. Heute ist es sinnvoller, zum Beispiel auf einen ETF-Sparplan zu setzen.

Säule 3a optimieren

Weil auch 3a-Bankkonten kaum noch Zins abwerfen, wählen immer mehr Sparer eine Lösung mit Wertschriften. Das ist die bessere Wahl – vorausgesetzt, es handelt sich um passiv gemanagte Fonds, die viel weniger Kosten verursachen. Denn wenn die Kosten tief sind, bleibt im Alter mehr Geld zum Leben. Darum ist eine Lösung mit ETF besonders attraktiv.

In die PK einkaufen

Wer geerbt hat oder viel Geld auf Konten hortet, kann einen Teil davon für freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse nutzen. Solche PK-Einkäufe darf man vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehen. Sie verbessern die Leistungen im Alter und je nach Pensionskasse manchmal auch die Leistungen bei Tod oder Invalidität.

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