KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 14. Dezember 2020

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Ehevertrag: So sichern Unternehmer den Fortbestand ihrer Firma

Den wenigsten Unternehmerinnen und Unternehmern ist bewusst, dass im Falle einer Scheidung auch das Überleben der eigenen Firma gefährdet ist. Das sollte man darüber wissen.

Haben Ehepartner keine andere Regelung getroffen, gilt für sie der Güterstand der "Errungenschaftsbeteiligung". Das bedeutet, dass bei einer Scheidung alles hälftig geteilt wird, was sie während ihrer Ehe erwirtschaftet haben. Nicht geteilt wird das Eigengut. Dazu gehört alles, was sie in die Ehe einbringen oder während der Ehe erben.

Ist eine Firma im Spiel, heisst das: Wurde die Firma während der Ehe gegründet und aufgebaut, gehört sie zum erwirtschafteten Vermögen – also zur Errungenschaft. Beiden Ehepartnern gehört je die Hälfte, falls sie sich scheiden lassen sollten.

Problematisch ist das, wenn viel gemeinsames Vermögen im Betrieb steckt. Viele Inhaberinnen und Inhaber können den Partner nicht abfinden, weil ihnen die Mittel dafür fehlen. In so einem Fall müssen sie einen Teil der Firma übertragen oder den Betrieb im schlimmsten Fall verkaufen. Auch wenn die Firma schon vor der Ehe gegründet oder während der Ehe geerbt wurde, ist sie nicht hundertprozentig gesichert.

Die richtigen Massnahmen treffen

Darum sollten Unternehmerinnen und Unternehmer rechtzeitig dafür sorgen, dass der Fortbestand der Firma gesichert ist. In Frage kommt ein Ehevertrag, in dem man zum Beispiel den Güterstand der «Gütertrennung» vereinbaren kann – oder man prüft, ob man die Firma dem Eigengut zuweisen kann.

Auf beiden Wegen kann man Vermögenswerte ausscheiden, die für die Ausübung des Berufs oder für den Betrieb der Firma bestimmt sind. Und bei der Gütertrennung behalten beide ihr eigenes Vermögen, sollten sie sich trennen. Gehört der Betrieb der Frau, hat der Mann also keinen Anspruch darauf – auch nicht auf den Mehrwert, der während der Ehe erwirtschaftet wurde.

Wichtig: Ehepartner können güterrechtliche Vereinbarungen auch während der Ehe treffen oder ändern, solange beide einverstanden sind. Erfahrungsgemäss wird das schwierig, wenn sich eine Trennung abzeichnet.

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