Steuern sparen auf Bezügen von Vorsorgeguthaben

Guthaben der zweiten Säule und der Säule 3a werden bei der Auszahlung einmalig als Einkommen besteuert, allerdings separat vom übrigen Einkommen und zu einem niedrigeren Satz.

Bei einem Pensionskassenbezug von 500'000 Franken beispielsweise gehen bei Verheirateten in Chur 24'412 Franken an den Fiskus, in Lausanne 57'196 Franken. Ein Wohnortwechsel vor dem Kapitalbezug kann sich also auszahlen.

Kantonaler Vergleich der Steuern bei einem Kapitalbezug aus der Pensionskasse

Mehrere tausend Franken spart man in der Regel, wenn man Pensionskassen-, Freizügigkeits- und Säule-3a-Guthaben über mehrere Jahre verteilt bezieht. Für die Berechnung der Auszahlungssteuern zählen die Steuerbehörden nämlich alle Bezüge eines Jahres zusammen, häufig auch die des Ehepartners. Je höher die Bezüge sind, die in ein einziges Jahr fallen, desto höher ist auch die prozentuale Steuerbelastung. Nach Möglichkeit verteilt man die Bezüge also besser auf mehrere Steuerperioden.

Dafür gibt es genügend Spielraum: Das Säule-3a-Kapital kann man bis zu fünf Jahre vor dem regulären AHV-Alter auszahlen lassen. Das Gleiche gilt für Guthaben auf Freizügigkeitskonten oder -policen. Andererseits lässt sich der Bezug von Freizügigkeitsguthaben aufschieben, falls das Reglement der Freizügigkeitsstiftung diese Möglichkeit vorsieht (bei Männern bis 70, bei Frauen bis 69). Wer über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus erwerbstätig bleibt, darf auch den Bezug seiner 3a-Guthaben aufschieben.

Spätestens mit 70 beziehungsweise mit 69 muss man sein Guthaben aber auf jeden Fall beziehen. Das Pensionskassenguthaben wird hingegen bei der Pensionierung fällig. Vorzeitige Bezüge sind nur in wenigen Fällen möglich: insbesondere für den Kauf eines Eigenheims oder für die Amortisation der Hypothek auf dem Eigenheim; wenn man auswandert; oder wenn man sich selbstständig macht.    

Das folgende Beispiel zeigt, wie gross das Sparpotenzial von gestaffelten Kapitalbezügen ist: Ein Ehepaar in Zürich verfügt über Pensionskassen- und Säule-3a-Guthaben von insgesamt 800'000 Franken. Gehen beide Ehepartner im gleichen Jahr in Pension – zum Beispiel mit 64 Jahren – und beziehen sie ihre beiden 3a-Guthaben erst dann, zahlen sie insgesamt 92'710 Franken Steuern. Verteilen sie ihre Vorsorgebezüge über mehrere Jahre, fallen 49'050 Franken Steuern an. Die Steuerersparnis beträgt in diesem Beispiel fast 43'660 Franken.

Steuereinsparung durch Staffelung der Bezüge von Vorsorgeguthaben
Beispiel: Ehepaar, Wohnort Zürich, Steuerbeträge ohne Kirchensteuern
Steuereinsparung durch Staffelung der Bezüge von Vorsorgeguthaben

Sie gehen vor dem frühesten Zeitpunkt in Pension, den Ihre Pensionskasse für eine Frühpensionierung vorsieht? Oder Sie werden vorher entlassen? In diesem Fall können Sie von Ihrer Pensionskasse verlangen, dass sie Ihr Freizügigkeitsgeld auf zwei getrennte Freizügigkeitskonten oder -policen überweist. Die beiden Guthaben können Sie dann gestaffelt in verschiedenen Jahren beziehen.

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