Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 6. November 2020

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Reinen Tisch machen: Mit einem Testament schaffen Sie Klarheit

Sich entlasten, loslassen, Streit vermeiden: Diese Gründe hört man oft von Menschen, die ihren Nachlass frühzeitig geregelt haben. Und das lohnt sich. Wer sich und seine Familie gut absichern möchte, sollte aber wissen, was gesetzlich möglich ist.

Hinterlässt man kein Testament, entscheidet das Gesetz, wer wie viel erbt. Oft ist das nicht im Sinne der Verstorbenen. Was man erarbeitet hat, soll jenen zugutekommen, die einem am nächsten sind. Sie gehen aber unter Umständen leer aus – vor allem bei Konkubinatspaaren und in Patchwork-Familien.

Auch in traditionellen Familien kann der überlebende Partner in finanzielle Bedrängnis geraten. Denn je nachdem, wie sich das Vermögen zusammensetzt, reicht die gesetzliche Begünstigung nicht aus.

Das können Sie im Testament bestimmen

Mit einem Testament kann man die gesetzliche Erbfolge innerhalb eines gewissen Rahmens an die eigenen Wünsche anpassen. Völlig freie Hand hat man aber nicht. Gewisse Erbberechtigte erhalten einen Mindestanteil am Erbe: den Pflichtteil. Das Nachlassvermögen abzüglich aller Pflichtteile ergibt die freie Quote, über die man im Testament frei verfügen kann (Grafik):

Gesetzliche Erbteile und Pflichtteile (Stand 2020)
Gesetzliche Erbteile und Pflichtteile (Stand 2020)

Wer sein Testament macht, sollte die wichtigsten Grundsätze kennen, um seinen Spielraum auszuschöpfen. Die folgenden Beispiele zeigen, was man im Testament bestimmen kann:

  • einem Erben eine höhere oder tiefere Quote vererben, solange die Pflichtteile eingehalten werden
  • dem Ehepartner die Nutzniessung am gesamten Nachlass einräumen
  • eine Person/Institution begünstigen, die nicht zu den gesetzlichen Erben gehört
  • Vor- und Nacherben bestimmen
  • mit Teilungsvorschriften regeln, wer was erhält
  • spezielle Auflagen und Bedingungen festhalten
  • einen Willensvollstrecker ernennen
  • eine Stiftung errichten

Das müssen Sie anders regeln

Achtung: Nicht ins Testament gehören zum Beispiel Vorkehrungen für den Fall, dass man nicht mehr urteilsfähig ist, medizinische und pflegerische Entscheide sowie Anordnungen über die Bestattung. Für diese Bestimmungen sollte man auf die folgenden Instrumente zurückgreifen:

  • Vorsorgeauftrag: Damit hält man fest, wer einen rechtlich vertritt und sich um das Geld kümmert, falls man nicht mehr selbst entscheiden kann.
  • Patientenverfugung: Damit gibt man einen verbindlichen Rahmen für medizinische und pflegerische Entscheide vor.
  • Anordnungen für den Todesfall: In diesem Dokument kann man definieren, woran sich die Hinterbliebenen bei der Abdankung halten sollen.

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