KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 20. April 2020

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Pensionskasse: Das wahre Ausmass der Umverteilung

Pensionskassen müssen Milliarden umverteilen. Grund ist der toxische Mix aus steigender Lebenserwartung, tiefen Zinsen, fixem Rentenalter und zu hohen Renten.

Schweizer Pensionskassen haben in den letzten zehn Jahren über 65 Milliarden Franken umverteilt. Das zeigt eine neue Studie des VZ VermögensZentrums, die das Ausmass und die Mechanismen der Umverteilung in der beruflichen Vorsorge untersucht. Während 2009 rund 4,8 Milliarden umverteilt wurden, waren es 2018 bereits 7,2 Milliarden Franken. Das entspricht einer Zunahme von knapp 50 Prozent (Grafik).

Umverteilung in der beruflichen Vorsorge
Umverteilung in der beruflichen Vorsorge

Dieses Geld wird in zwei Richtungen umverteilt:

1. Von Jung zu Alt: Die grösste Umverteilung findet von den aktiven Versicherten zu den Pensionierten statt. Pensionskassen müssen Erträge auf den Guthaben der Aktiven abzwacken, um die Renten der Pensionierten zu subventionieren. Denn gemessen an der Lebenserwartung und der Anlagerendite ist ein grosser Teil der ausbezahlten Renten zu hoch.

2. Von oben nach unten: Auch im überobligatorischen  Teil der beruflichen Vorsorge werden Anlageerträge abgezweigt, um damit die Leistungen im Obligatorium zu finanzieren. Das führt zu einem Abbau der Leistungen im Überobligatorium. Dieser Abbau betrifft alle, die bessere Leistungen haben als gesetzlich vorgesehen.

Umverteilungsfalle vermeiden

Die Umverteilung wird ungebremst weitergehen, bis der gesetzliche Umwandlungssatz von heute 6,8 Prozent an die steigende Lebenserwartung angepasst wird. Während die Lebenserwartung für einen 65-Jährigen seit 1985 um rund 40 Prozent gestiegen ist, wurde der Umwandlungssatz nur um 5 Prozent reduziert. Und solange die Zinsen sehr tief bleiben, werden die Pensionskassen ihren technischen Zinssatz weiter senken müssen, was die Umverteilung weiter anheizen wird.

Darum wird es immer wichtiger, dass Firmeninhaber, Stiftungsräte und Pensionskassenverantwortliche ein Pensionskassenmodell wählen, das die Kosten tief hält und die Versicherten so gut wie möglich vor der unerwünschten Umverteilung schützt.

Immer mehr KMU erkennen den Ernst der Lage. Sie vergleichen Kosten und Leistungen und wechseln zu einer günstigeren Pensionskasse. Oder sie prüfen den Anschluss an eine teilautonome Sammelstiftung, um ihre Vorsorge fit für die Zukunft zu machen.

Möchten auch Sie Ihre Firma vor der Umverteilung schützen? Bestellen Sie die Studie "Umverteilung in der beruflichen Vorsorge". Lassen Sie berechnen, wie gross das Sparpotenzial in Ihrem Betrieb ist und sprechen Sie mit einer Fachperson im VZ in Ihrer Nähe.

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