Was geschieht mit dem Freizügigkeitsguthaben ohne neue Arbeitsstelle?

Wer seine Arbeit für eine Babypause, eine Weiterbildung oder eine Weltreise für längere Zeit unterbricht und das Freizügigkeitsguthaben nicht in eine neue Pensionskasse einbringt, muss es an eine Freizügigkeitseinrichtung überweisen. Das Gleiche gilt auch bei Arbeitslosigkeit. Das Guthaben wird auf einem Freizügkeitskonto, in einem Freizügigkeitsdepot oder in einer Freizügigkeitspolice angelegt bis eine neue Stelle angetreten wird oder ein Auflösungsgrund eintritt.

Freizügigkeitsguthaben können bis auf wenige Ausnahmen frühestens fünf Jahre vor Erreichen des AHV-Alters bezogen werden. Wichtig: Nach dem Ende des letzten Arbeitsverhältnisses bleibt man bei der bisherigen Pensionskasse einen Monat lang beitragsfrei gegen Invalidität und Tod versichert. Wer in diesen 30 Tagen invalid wird, bekommt von der früheren Pensionskasse eine Invalidenrente.

Bei einigen Pensionskassen kann das Invaliditäts- und Sterberisiko für eine befristete Zeit weiterversichert und zum Teil weiterhin für das Alter gespart werden. Bietet eine Pensionskasse diese Möglichkeit nicht an, sollte man sich anderweitig versichern. Wird man während eines längeren Arbeitsunterbruchs schwer krank, sind so wenigstens die finanziellen Folgen gedeckt.

Was gilt bei Arbeitslosigkeit?

Die 30-tägige Nachdeckungsfrist der bisherigen Pensionskasse gilt auch für Versicherte, die arbeitslos werden. Anschliessend sind Arbeitslose obligatorisch bei der BVG-Auffangeinrichtung versichert, allerdings nur für die Risiken Invalidität und Tod, und nur wenn sie Taggelder der Arbeitslosenkasse beziehen und ihr Tageslohn mindestens 81.20 Franken beträgt (Stand: 2017).

Wer zusätzlich zum Risikoschutz auch die Altersvorsorge weiterführen will, kann das auf freiwilliger Basis über die Auffangeinrichtung tun. Vielleicht bietet auch die bisherige Pensionskasse diese Möglichkeit an. Die Beiträge müssen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Das kann vor allem für ältere Arbeitslose finanziell schwierig werden.

Altersguthaben müssen an eine Freizügigkeitseinrichtung oder die Vorsorgeeinrichtung übertragen werden, bei der das Alterssparen freiwillig weitergeführt wird. Es empfiehlt sich, die Variante zu wählen, die den höchsten Zins bringt.

Stellenverlust kurz vor der Pensionierung

Bei vielen Pensionskassen liegt das frühestmögliche Pensionsalter bei 58 oder 60 Jahren. Wer zum Zeitpunkt der Kündigung dieses Alter erreicht hat, kann zwischen einer vorzeitigen Altersleistung und einer Freizügigkeitsleistung wählen, wenn er weiterhin erwerbstätig sein möchte. Mehr darüber erfahren Sie hier.

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