Cyber-Sicherheit

Sicher in die Ferien: Diese Punkte sollten Sie beachten

Bald beginnt die Ferienzeit und viele Schweizerinnen und Schweizer reisen ins Ausland. Doch ob am Strand, in den Bergen oder einer fremden Stadt: Cyber- und Gebührenfallen lauern überall. Mit diesen Tipps reisen Sie sicher und entspannt.

Andreas Akermann

Funktion Spezialist für Bankservices

Publiziert am

8. Juni 2026

In den Ferien zieht es viele Schweizerinnen und Schweizer für ein paar erholsame Tage in die Ferne. Doch Vorsicht: Cyberkriminelle kennen keine Ferien. Zudem lauern auch beim Bezahlen einige Gebührenfallen, die die Reise unnötig verteuern können. Wer gut vorbereitet ist, spart Ärger und Kosten – die Prävention beginnt dabei bereits bei der Buchung. Diese Tipps sollten Sie kennen:

Bei der Buchung

Viele Kreditkartenanbieter bieten ihren Kundinnen und Kunden eine Reiseannullationsversicherung an. Sie kommt dann zum Zug, wenn man seine Reise beispielsweise wegen Krankheit oder Unfall nicht oder erst später antreten kann. Voraussetzung ist, dass man seine Reise oder zumindest einen Teil davon mit der Kreditkarte bezahlt hat. Die Versicherung ist in der Jahresgebühr inbegriffen. 

Tipp: Haben Sie eine Kreditkarte vom VZ? Mit der Visa Classic beträgt die maximale Versicherungssumme pro Ereignis für Sie und Ihre Familie 10'000 Franken. Mit der Visa Gold sind es 20'000 Franken.

Vor der Abreise

Neben den Koffern sollte man auch Cybersicherheit und Zahlungsmittel rechtzeitig vorbereiten:

Geräte und Daten schützen

Aktualisieren Sie vor der Abreise Smartphone, Tablets und Computer. Updates schliessen Sicherheitslücken und schützen vor Angriffen. Erstellen Sie eine Sicherungskopie Ihrer Geräte. So bleiben Nachrichten, Fotos und Dokumente erhalten, wenn ein Gerät verloren geht, gestohlen wird oder eine technische Panne auftritt.

Karten und Limiten prüfen

Überprüfen Sie die Limiten Ihrer Debit- und Kreditkarte sowie die zugelassenen Länder (Geo-Blocking) und passen Sie diese bei Bedarf an. So stellen Sie sicher, dass Sie auch an Ihrer Feriendestination jederzeit bezahlen können. Diese Einstellungen lassen sich in der Regel im E-Banking oder in der App Ihres Anbieters vornehmen.

Zusätzlich lohnt es sich, etwas Bargeld mitzunehmen – etwa für kleinere Ausgaben wie Taxifahrten oder Trinkgelder.

Tipp: Ihre VZ-Debitkarte können Sie im Finanzportal verwalten. Für Ihre VZ-Kreditkarte verwenden Sie bitte die One-App (Bild).

Mit dem Smartphone bezahlen

Hinterlegen Sie Ihre Karten in Wallet-Apps wie "Apple Pay" oder "Google Pay". Ihr Smartphone wird so zum digitalen Portemonnaie. Das ist nicht nur bequem, sondern auch sicher: Beim Bezahlen wird weder die echte Karten- noch die Kontonummer weitergegeben. Jede Zahlung muss zusätzlich bestätigt werden – etwa mit Face-ID, Touch-ID oder Gerätecode. Zudem sind Sie besser vor typischen Betrugsarten wie Skimming oder dem Abfotografieren von Kartendaten geschützt.

Während der Reise

Achten Sie während Ihren Ferien auf folgende Punkte:

Bargeld und Karten bewusst einsetzen

Beziehen Sie Bargeld im Ausland möglichst mit der Debit- und nicht mit der Kreditkarte, da Kreditkarten oft höhere Gebühren verursachen. Halten Sie sich an die Bankomaten von renommierten Banken und meiden Sie freistehende Geldautomaten. Geräte, die sich innerhalb von Bankfilialen befinden, sind besser vor Manipulationen geschützt.

Immer in Lokalwährung zahlen

Wählen Sie bei Kartenzahlungen grundsätzlich die Landeswährung und nicht Schweizer Franken. Bei einer direkten Abrechnung in Franken fallen häufig ungünstige Wechselkurse und zusätzliche Gebühren an.

Ob Sie beim Bezahlen die Debit- oder die Kreditkarte verwenden, hängt vom Betrag und von den Konditionen Ihrer Karte ab. Ein Blick auf die Gebühren lohnt sich. Wichtig ist, dass Sie Push-Meldungen über Kartenbelastungen aufmerksam prüfen und bei Bedarf sofort reagieren.

Achtung bei QR-Codes, WLAN und Ladestationen

Seien Sie vorsichtig beim Scannen von QR-Codes – beispielsweise an Parkuhren oder für Speisekarten. Betrüger nutzen immer häufiger gefälschte QR-Codes, um auf manipulierte Webseiten zu lenken und persönliche Daten abzugreifen. Besonderes Misstrauen ist angebracht, wenn Sie aufgefordert werden, E-Mail-Adressen, Passwörter oder Kreditkartendaten einzugeben.

Auch bei öffentlichen WLANS in Hotels, Restaurants oder Bahnhöfen ist Vorsicht geboten. Unbefugte könnten die Daten lesen oder sogar darauf zugreifen. Erledigen Sie sensible Tätigkeiten wie E-Banking daher möglichst über das Mobilnetz.

Meiden Sie öffentliche USB-Ladestationen. Manipulierte oder defekte Stecker können Geräte beschädigen oder mit Schadsoftware infizieren. Verwenden Sie besser Ihr eigenes Ladegerät – idealerweise in Kombination mit einer Powerbank. Das ist eine grosse Batterie, mit der Sie beispielsweise Ihr Smartphone aufladen können.

Nach der Reise

Nach den Ferien lohnt sich ein kurzer Kontrollblick: Prüfen Sie Ihre Konto- und Kreditkartenabrechnungen sorgfältig und melden Sie falsche oder doppelte Belastungen umgehend Ihrer Bank oder Ihrem Kreditkartenanbieter.

Kontrollieren Sie zudem Ihre Geräte: Läuft alles normal oder sind neue, unbekannte Apps erschienen? Wenn Sie unterwegs öffentliches WLAN genutzt haben, empfiehlt es sich, die Passwörter wichtiger Apps und Ihres E-Mail-Kontos zu ändern.

Möchten Sie mehr erfahren oder sind Sie unsicher? Ihre Beraterin oder Ihr Berater hilft Ihnen gerne weiter.