Hypothekarstrategie: verschiedene Laufzeiten

Es kann ratsam sein, die Hypothekarschuld zu splitten, zum Beispiel indem man zwei bis drei Hypotheken über je einen Teil der Schuld abschliesst.

Alles auf einen einzigen Hypothekartyp oder bei Festhypotheken auf eine einzige Laufzeit zu setzen, birgt Risiken: Trifft ein anderes als das erwartete Zinsszenario ein, liegt man mit der gesamten Hypothekarsumme daneben. Und fällt der Ablauf der Hypothek in eine Phase sehr hoher Zinsen, schnellt die Zinsbelastung auf einen Schlag nach oben. Ein Zinsanstieg um 2 Prozent bedeutet bei einer Hypothek von 500’000 Franken eine Mehrbelastung von 833 Franken pro Monat.

Es kann deshalb ratsam sein, die Hypothekarschuld zu splitten, zum Beispiel indem man zwei bis drei Hypotheken über je einen Teil der Schuld abschliesst. Dazu wählt man verschiedene Modelle und verschiedene Laufzeiten, etwa eine Geldmarkthypothek kombiniert mit einer mittel- und einer langfristigen Festhypothek. Der Mindestbetrag pro Hypothekentyp oder Tranche beträgt je nach Bank 100’000 bis 200’000 Franken.

Das Mischen von Hypotheken hat auch Nachteile

Für kleine Kreditbeträge, die fällig werden, erhält man oft schlechtere Angebote als bei grossen Beträgen. Mehrere Hypothekentranchen erschweren zudem den Wechsel zu einem anderen Kreditinstitut und schwächen damit die Verhandlungsposition gegenüber der Bank. Viele Banken sind nur dann zu Teilablösungen bereit, wenn sie spätestens nach zwei bis drei Jahren auch die restlichen Hypotheken übernehmen können.

Einige Banken nützen diese Situation aus, indem sie Kunden mit günstigen Angeboten anlocken, später bei der Erneuerung einer Tranche aber eine umso höhere Marge verlangen. Bei einer gestaffelten Ablösung muss der Kreditnehmer zudem meist die Stückelung der Schuldbriefe anpassen, was Grundbuchgebühren kostet.

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