Viele KMU kämpfen sich durch den Dschungel der AHV-Regeln
Vorsorge
Die AHV ist das wichtigste Vorsorgewerk der Schweiz. Viele Firmen tun sich schwer mit den Regeln und ihrer Umsetzung. Ein neuer Leitfaden hilft jetzt, die wichtigsten Grundsätze zu verstehen und Fehler zu vermeiden.
Simon Tellenbach
Funktion Vorsorgespezialist
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18. August 2026
Die AHV ist ein komplexes Regelwerk. Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist es anspruchsvoll, alle Vorgaben zu verstehen, jede Frist einzuhalten und die Abläufe zu koordinieren.
Neben klar geregelten Vorgaben gibt es auch Handlungsspielräume – etwa bei der Abgrenzung von Erwerbsformen, der Bestimmung des massgebenden Lohns oder der Ausgestaltung von Lohn und Dividenden für die Inhaberinnen und Inhaber von Kapitalgesellschaften.
Fehler kosten KMU oft viel Zeit und Geld. Nicht selten stehen Geschäftsführer gestresst am Schalter ihrer AHV-Zweigstelle oder hängen in der Warteschlaufe der Hotline.
Umfrage zeigt, wo es klemmt
Um Klarheit zu schaffen, hat das VZ VermögensZentrum eine Umfrage bei kantonalen Ausgleichs- und Verbandskassen der AHV durchgeführt. Die häufigsten Fragen der Unternehmen sind in einem neuen Leitfaden verständlich beantwortet. Die folgenden Beispiele illustrieren, was KMU besonders beschäftigt.
Wo liegt die "Grenze" zwischen Lohn und Dividende?
Massgebend ist, ob die Vergütungen marktgerecht sind. Ein zu tiefer Lohn bei gleichzeitig hohen Dividenden kann die AHV als Umgehung der Beitragspflicht bewerten. Achten Sie darum darauf, dass der Lohn branchenüblich ist und die Funktion widerspiegelt, sonst drohen Nachforderungen und Verzugszinsen.
Zahlen Verwaltungsräte auch auf bescheidenen Honoraren und bei Nebenmandaten AHV-Beiträge?
Ja, Honorare von Verwaltungsräten gelten grundsätzlich als AHV-pflichtiges Einkommen – unabhängig davon, wie hoch sie sind und ob es sich um ein Nebenmandat handelt. Wenn nicht alles korrekt abgerechnet wird, drohen hohe Nachzahlungen und Zuschläge.
Wie kann ich vorläufige oder falsch gemeldete Löhne korrigieren?
Korrekturen sind grundsätzlich möglich. Informieren Sie die zuständige Ausgleichskasse und reichen Sie eine korrigierte Lohnmeldung nach. Wichtig ist, dass Fehler fristgerecht korrigiert werden, sonst drohen ebenfalls Nachzahlungen, Verzugszinsen und allenfalls Zuschläge. Prüfen Sie die AHV-Abrechnungen Ihres KMU darum regelmässig.
Tipp: Viele Fehler entstehen, weil im Alltag der Überblick fehlt. Wer die wichtigsten Regeln kennt, Abrechnungen regelmässig prüft und kritische Punkte frühzeitig klärt, spart viel Aufwand und unnötige Kosten. Der neue Leitfaden des VZ VermögensZentrums hilft Ihnen dabei, häufige Fehler zu vermeiden und die AHV in Ihrer Firma zuverlässig zu steuern.
Sie möchten mehr erfahren? Bestellen Sie das kostenlose AHV-Dossier, oder sprechen Sie mit einer erfahrenen Fachperson im VZ in Ihrer Nähe.
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