Individualbesteuerung oder Fairness-Initiative: Was ist besser?
Steuern
Die sogenannte Heiratsstrafe soll verschwinden. Viele fragen sich, welche Lösung die richtige Wahl ist. Unabhängig davon sind schon heute Einsparungen möglich.
Funktion Steuerspezialist
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7. Oktober 2026
Mit der Abstimmung zur Fairness-Initiative der Mitte entscheidet das Schweizer Stimmvolk Ende November zum zweiten Mal in diesem Jahr über ein neues System zur Besteuerung von Ehepaaren. Erst im März hatte es sich für die Individual- Besteuerung ausgesprochen. Unabhängig vom Zivilstand sollten bis spätestens 2032 alle Privatpersonen eine separate Steuererklärung ausfüllen.
Neue Abstimmung zur Heiratsstrafe: Das müssen Sie wissen
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Mit der neuen Abstimmung könnte der Entscheid bereits wieder rückgängig gemacht werden. Tatsächlich will die aktuelle Initiative nämlich, dass Ehepaare ihr Einkommen weiterhin zusammenführen und gemeinsam versteuern, jedoch ohne dass ihnen dadurch ein Nachteil gegenüber unverheirateten Paaren erwächst. Die neue Regelung würde für die direkte Bundessteuer gelten. Die Details der Umsetzung müsste das Parlament noch ausarbeiten.
Die "Fairness-Initiative" steht im Widerspruch zur Individualbesteuerung. Bei einem Ja kommt es darum zu einer verzwickten Situation: Spätestens Anfang 2032 würden Ehepaare auf Bundesebene gemeinsam besteuert werden, auf Kantonsund Gemeindeebene jedoch individuell. Obwohl bei der genauen Ausgestaltung der Lösung noch viele Details offen sind, sind Schwierigkeiten bei der Umsetzung, Widersprüche, Ungerechtigkeiten und hohe Kosten zu befürchten. Damit es nicht so weit kommt, müsste das Parlament das Gesetz über die Individualbesteuerung aufheben oder ändern, noch bevor es eingeführt wird.
Steuern jetzt optimieren
Schon jetzt ist klar, dass bis zur Einführung des neuen Systems noch mehrere Jahre verstreichen werden. Umso wichtiger ist es, die Steuerbelastung bereits im Vorfeld zu optimieren. Viel Potenzial ergibt sich im Rahmen der Altersvorsorge, der Pensionierung sowie bei Wohneigentum.
Vor der Pensionierung
Einkäufe in die Pensionskasse und Einzahlungen in die Säule 3a reduzieren das steuerbare Einkommen direkt. Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren mit einer optimierten Vorsorge-Lösung zusätzlich.
Bei der Pensionierung
Wer Guthaben aus der Pensionskasse, aus Freizügigkeitskonten und der Säule 3a gestaffelt bezieht, kann die Steuerbelastung erheblich reduzieren.
Nach der Pensionierung
Weil viele Abzüge wegfallen, sinkt die Steuerrechnung häufig weniger stark als erwartet. Auch Erbschaften, Erbvorbezüge und Schenkungen unterliegen oft einer Steuer. Wer frühzeitig Klarheit schafft, spart Geld.
Immobilien
Eine indirekte Hypotheken-Amortisation ist steuerlich oft attraktiver als eine direkte. Zudem können für selbstbewohnte Liegenschaften noch bis Ende 2028 die Unterhaltskosten abgezogen werden. Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts fällt dieser Abzug weg. Wie auch immer das Stimmvolk entscheidet: Wer die Steuerhebel schon heute richtig betätigt, kann jährlich viel Steuern sparen.
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