Geldanlagen

Die Welt ist nicht genug

Mark Dittli, Gründer der Finanzplattform "The Market NZZ" zeigt auf, warum die Aussage "Ich investiere in den Welt-Index. Da bin ich perfekt diversifiziert.", nicht ganz richtig.

"Ich investiere in den Welt- Index. Da bin ich perfekt diversifiziert." Diese Aussage höre ich oft. Sie ist nicht falsch. Aber auch nicht ganz richtig. Es gibt an der Schweizer Börse viele Indexfonds, die "die Welt" im Namen tragen. Und Indizes wie MSCI World oder FTSE All- World decken, unterschiedlich definiert, durchaus die weltweiten Börsen ab. Doch die meisten Indizes sind nach Marktkapitalisierung der enthaltenen Aktien gewichtet. Und das wiederum bedeutet, dass die meisten "Welt"-Indizes zu mehr als zwei Dritteln aus US-Aktien bestehen. Im MSCI World machen die USA 71 Prozent aus; Schwellenländer wie Indien sind nicht enthalten. Auch das ist nicht per se falsch. 

Aber man muss sich bewusst sein, dass die USA – beflügelt vom Tech-Sektor – derzeit ein historisch ab- normal hohes Gewicht in den Weltindizes aufweisen. Das ist ein Klumpenrisiko. Wer wirklich diversifizieren möchte, legt sich deshalb auch die Schweiz, Europa, Japan und Schwellenländer ins Portfolio.

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