Anlageberatung: Grosser Interessenkonflikt bei Banken
Geldanlagen
Banken haben grosse Anreize, Kunden im Rahmen einer Anlageberatung ihre eigenen Finanzprodukte zu empfehlen. Diese bankeigenen Anlageprodukte mindern die Rendite der Kunden und kosten sie über die Jahre oft zehntausende von Franken an unnötigen Gebühren.
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25. September 2026
Das VZ hat im Rahmen einer Studie die Depots von rund 6000 Anlegerinnen und Anlegern analysiert und ausgewertet. Das Resultat: In den meisten Depots machen bankeigene Produkte einen signifikanten Anteil aus. Als bankeigene Produkte werden solche bezeichnet, welche die jeweilige Bank selber herausgibt oder zumindest unter dem eigenen Namen vertreibt. Meist handelt es sich dabei um aktiv gemanagte Anlagefonds.
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Je kleiner das Depot, desto höher ist der Anteil hauseigener Produkte. In Depots bis zu 100’000 Franken machen Eigenprodukte im Durchschnitt knapp 60 Prozent aller Finanzprodukte aus. Aber auch in Depots von 750’000 Franken bis 1 Million Franken beträgt ihr Anteil noch rund 30 Prozent.
Das ist aus zwei Gründen problematisch für die Kunden:
- Die Gebühren von hauseigenen Produkten sind im Schnitt über 40 Prozent höher als jene vergleichbarer Fremdprodukte. Die höheren Kosten zehren direkt an der Rendite und machen es fast unmöglich, gegenüber den günstigeren Pendants von Drittanbietern eine Mehrrendite zu erzielen.
- Aktive Anlagefonds – egal ob Eigen- oder Fremdprodukte – sind deutlich teurer als ETF oder Indexfonds. Die jährlich anfallenden Verwaltungsgebühren betragen bei aktiven Fonds vielfach zwischen 1,0 und 1,5 Prozent, bei ETF in der Regel nur etwa 0,2 Prozent.
Die tieferen Gebühren von ETF wirken sich langfristig massiv auf die Rendite aus. Ein Beispiel: Ein Anleger investiert je 100’000 Franken in einen ETF und in einen aktiven Fonds. Beide Anlagen erzielen eine Bruttorendite von 5 Prozent pro Jahr, der ETF kostet 0,2 Prozent, der aktive Fonds 1,2 Prozent pro Jahr. Nach fünf Jahren hat der ETF dem Anleger fast 6000 Franken mehr eingebracht als der aktive Fonds, nach 20 Jahren fast 45’000 Franken mehr. Bei einer Anlagesumme von 500’000 Franken und sonst gleichen Annahmen wie im ersten Beispiel beläuft sich die Differenz nach 20 Jahren auf über 220’000 Franken.
Dass dennoch viele bankeigene Produkte den Weg in die Depots finden, hat einen einfachen Grund: Auf diesen Anlagen streichen die Banken die höchsten Margen ein – das macht sie interessanter, als kostengünstige Alternativen anzubieten. Bei den Depot-Checks des VZ VermögensZentrums zeigt sich regelmässig, dass bankeigene Produkte einen grossen Anteil der Depots ausmachen, der sich nicht durch die Performance rechtfertigen lässt.
Unabhängige Anlageberatung zu fairen Kosten
Beim VZ profitieren Anlegerinnen und Anleger von tiefen Gebühren und einer unabhängigen Beratung. Das VZ hat keine eigenen Anlageprodukte und vermittelt auch keine Produkte von Drittanbietern. Darum können die Anlageberater beim VZ ganz allein im Interesse ihrer Kundinnen und Kunden entscheiden, welche Anlagen sie ihnen empfehlen.
Beim VZ erhalten Privatanleger zudem genau so viel Unterstützung, wie sie wünschen. Sie können ihr Vermögen professionell bewirtschaften lassen oder mit professioneller Unterstützung selbst anlegen. Zusätzlich zum Vermögensverwaltungsmandat, mit dem Sie die Verantwortung für die Bewirtschaftung Ihrer Wertschriften den VZ-Spezialisten übertragen, bietet das VZ eine Anlage- und Depotberatung an. Sie richtet sich an Anleger, die das Beste aus ihrem Wertschriftendepot machen wollen und gleichzeitig die Entscheide über Käufe und Verkäufe nicht aus der Hand geben möchten.
Ihr Anlageberater vom VZ überwacht die Entwicklung Ihres Portfolios laufend und informiert Sie, sobald er Optimierungspotenzial erkennt. Zum Beispiel wenn es attraktivere Alternativen zu Titeln gibt, die Sie gerade in Ihrem Portfolio halten. Eigene Investment-Ideen können Sie jederzeit mit dem Anlageberater besprechen und ihn um eine Einschätzung bitten.
Einer der wichtigsten Vorteile ist die Unabhängigkeit: Im Gegensatz zu den meisten Banken vertreibt das VZ keine eigenen Finanzprodukte und empfiehlt deshalb nur Anlagen, die in objektiven Auswahlverfahren herausragen.
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