Hypotheken

Die Entwicklung der Hypozinsen richtig einschätzen

Für die Wahl der besten Hypothekarstrategie ist es entscheidend, die Zinsentwicklung richtig einzuschätzen. Die aktuelle Zinskurve ist auch für Laien eine gute Entscheidungshilfe.

Adrian Wenger

Hypothekarexperte

Die Entwicklung von Zinsen zuverlässig zu prognostizieren ist genauso schwierig wie die Vorhersage von Aktienkursen. Die Preise für Aktien werden an den Börsen bestimmt. Auch Zinsanlagen werden regelmässig gehandelt, und zwar an den Geld- und Kapitalmärkten.

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Dort treffen Marktteilnehmer zusammen, die sich Geld für einen bestimmten Zeitraum ausleihen wollen, und solche, die dieses Geld zur Verfügung stellen möchten. Gemeinsam einigen sie sich auf einen Preis, den Zins. Wie bei Aktien ändern sich die Preise für Zinsgeschäfte laufend, je nach Angebot, Nachfrage und Erwartungen der Marktteilnehmer an die Zukunft.

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Die Zinssätze für Geldmarkthypotheken orientieren sich an den kurzfristigen Zinsen, die von der Nationalbank gesteuert werden. Senkt die Nationalbank ihren Leitzins, sinken in aller Regel auch die kurzfristigen Zinsen. Die Zinspolitik der Nationalbank hängt im Wesentlichen ab von der Konjunktur, der Inflation und den Wechselkursen.

Die Zinsen für Festhypotheken orientieren sich an den Langfristzinsen. Die Teilnehmer am Kapitalmarkt versuchen quasi die Entwicklung der Zinsen vorherzusehen. Rechnen sie mit einer schwächeren Konjunktur oder gar mit einer Rezession in den kommenden Jahren, sinken die Langfristzinsen normalerweise. Umgekehrt steigen die langfristigen Zinsen, sobald sich eine Konjunkturerholung abzeichnet – unter Umständen lange bevor die Nationalbank den Leitzins wieder anhebt.

Wer sich in wirtschaftlichen Zusammenhängen nicht gut genug auskennt, um sich selbst eine Meinung über die wahrscheinliche Entwicklung der Zinsen in der Zukunft zu bilden, orientiert sich am besten an der aktuellen Zinskurve. Eine steile Zinskurve bedeutet, dass die Märkte von deutlich steigenden Zinsen in den kommenden Jahren ausgehen. Flache Zinskurven deuten darauf hin, dass sich die Zinsen eher seitwärts bewegen werden. Bei einer inversen Kurve – also wenn die langen Laufzeiten günstiger sind als die kurzen – rechnen die Marktteilnehmer mit fallenden Zinsen.

Sie möchten die Geschehnisse an den Zinsmärkten nicht permanent verfolgen müssen und trotzdem rechtzeitig Bescheid wissen, wenn Handlungsbedarf besteht? Der kostenlose Hypozinsalarm des VZ informiert Sie als Kundin oder Kunde automatisch per E-Mail, wenn die Hypozinsen die Grenze, die Sie festgelegt haben, nach oben oder nach unten durchbrechen.