VZ Analyse
Die meisten SMI-Unternehmen haben ihre Halbjahreszahlen bereits vorgelegt. Neben starken Resultaten der Schwergewichte sorgten auch zwei baldige SMI-Unternehmen für positive Akzente. Die Kursreaktionen fielen dennoch nicht überall euphorisch aus.
Publiziert 12. Aug 2026
Beschreibung
Die Berichtssaison zum ersten Halbjahr 2026 ist bei den meisten SMI-Unternehmen weitgehend abgeschlossen. Von den 20 Mitgliedern des Schweizer Leitindex haben bereits 16 ihre Zahlen vorgelegt, während die Ergebnisse von Richemont, Swiss Life, Geberit und Partners Group noch ausstehen. Insgesamt fällt die Zwischenbilanz positiv aus: Die Umsatzerwartungen wurden von vielen Unternehmen erreicht oder sogar übertroffen, und auch vereinzelte Enttäuschungen auf Gewinnstufe änderten wenig am robusten Gesamtbild.
Schwergewichte liefern die erwarteten Impulse
Die grossen Indexgewichte Roche, Novartis, Nestlé, UBS und ABB präsentierten sich im ersten Halbjahr erfreulich und trugen wesentlich zur positiven Entwicklung des Schweizer Aktienmarkts bei. Die Resultate dieser Unternehmen sorgten dafür, dass der SMI seine Aufwärtsbewegung fortsetzen und jüngst neue Höchststände erreichen konnte (zur VZ-Analyse).
Abseits der grossen Schwergewichte zeigte sich die Versicherungsbranche als eine wichtige Stütze der Berichtssaison. Zurich Insurance und Swiss Re überzeugten mit Gewinnsteigerungen und stehen finanziell auf einem sehr soliden Fundament. Swiss Re profitierte zudem davon, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr von grossen und teuren Schadensfällen weitgehend verschont blieb. Einzig vereinzelte Anzeichen für einen beginnenden, leichten Preisdruck bei neuen Verträgen im Rückversicherungsgeschäft dämpften die positiven Rückmeldungen aus dem Sektor minimal.
Sandoz und Galderma überzeugen
Mit Sandoz und Galderma wird der SMI ab 21. September um zwei weitere Gesundheitswerte ergänzt. Damit erweitert sich der bereits heute stark vertretene Pharma-Sektor. Sie ersetzen Swisscom und Kühne & Nagel. Es lohnt sich demnach, einen Blick auf die Geschäftszahlen der kommenden SMI-Unternehmen zu werfen.
Sandoz präsentierte eine solide Geschäftsentwicklung und profitierte insbesondere von der weiterhin hohen Nachfrage im Biosimilar-Geschäft. Dieses gewinnt innerhalb des Unternehmens zunehmend an Bedeutung und entwickelte sich auch im ersten Halbjahr positiv. Gleichzeitig bestätigten die Zahlen, dass sich der Konzern seit der Abspaltung von Novartis erfolgreich als eigenständiges Unternehmen etabliert hat.
Galderma gehörte zu den auffälligsten positiven Überraschungen der Berichtssaison. Das Unternehmen verzeichnete eine starke Nachfrage über sämtliche wichtigen Geschäftsbereiche hinweg und hob aufgrund der positiven Entwicklung seinen Ausblick für das Gesamtjahr an. Die Resultate bestätigen den erfolgreichen Kurs des Dermatologiespezialisten.
Gute Zahlen reichen nicht automatisch für steigende Kurse
Trotz der insgesamt erfreulichen Resultate reagierten viele Aktien nach der Zahlenvorlage verhalten oder sogar negativ. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass zahlreiche Aktien bereits im Vorfeld stark gestiegen waren. Viele Anleger nahmen die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen deshalb zum Anlass für Gewinnmitnahmen.
Hinzu kam, dass einzelne Unternehmen bei ihren Erwartungen für die zweite Jahreshälfte vorsichtige Töne anschlugen. Dabei standen weniger operative Probleme als vielmehr externe Faktoren im Fokus. Der anhaltend starke Franken (zur VZ-Analyse) sowie die Unsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft dürften den Druck auf die Margen vieler exportorientierter Unternehmen hoch halten. Entsprechend richtete sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer nicht nur auf die erzielten Resultate, sondern auch auf die Herausforderungen der kommenden Quartale.
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