Geldanlagen

So wirkt sich der Börsen-Neuling SpaceX auf die Aktienindizes aus

SpaceX bestimmt die Schlagzeilen. Das US-amerikanische Raumfahrt-, Telekommunikations- und KI-Unternehmen ist seit vergangener Woche an der Börse – allerdings gehen nicht alle Indizes gleich damit um. Das wirkt sich auch auf ETF und Indexfonds aus.

Publiziert am

17. Juni 2026

Indizes wie der MSCI World oder der S&P 500 dienen vielen Anlegern und Analysten als zentrale Messlatte für den globalen bzw. den US-amerikanischen Aktienmarkt. Solche Börsenindizes sind in der Regel keine fixen Gebilde, deren Zusammensetzung auf ewig Bestand hat. 

Im Gegenteil: Die Indexanbieter überprüfen laufend, ob neue Titel die Aufnahmekriterien erfüllen oder bestehende Titel aus dem Index geworfen werden müssen. 

Die Aufnahmeprozesse unterscheiden sich je nach Anbieter. Für die Indexkommission ist nicht nur die Höhe des Aktienkurses und daraus folgend die Marktkapitalisierung des Unternehmens entscheidend. Ebenso relevant ist unter anderem der Streubesitz, also den Anteil frei handelbarer Aktien eines Unternehmens.

In diesem Zusammenhang erregte der Indexanbieter Nasdaq kürzlich Aufmerksamkeit. Im Zuge der Börsenkotierung von SpaceX senkte er die Anforderungen an die Streubesitzquote und die Kotierungsdauer, um eine ausserordentliche Aufnahme des Titels im Nasdaq 100 zu ermöglichen. Auch im FTSE All-World wurden die Aufnahmeregeln angepasst.

Anders positionieren sich die Indexanbieter MSCI und S&P Global. Der MSCI World wird SpaceX gemäss den bestehenden Regeln ausserordentlich aufnehmen. Der US-Leitindex S&P 500 behält sein Regelwerk ebenfalls bei und nimmt SpaceX als einziger der grossen globalen und US-amerikanischen Indizes nicht auf.

Umgesetzt werden soll die Aufnahme von SpaceX je nach Index zwischen Mitte Juni und Anfang Juli. Normalerweise kommt es bei den oben erwähnten Indizes nur viermal jährlich zu Indexüberprüfungen, wo neue Titel laufend aufgenommen werden können.

Solche Indexaufnahmen sind immer auch für passive Anlageprodukte wie ETF oder Indexfonds relevant. Denn diese haben zum Ziel, einen Index eins zu eins abzubilden. Ändert sich der Indexkorb, sind ETF-Anbieter unter Zugzwang: sie müssen die neuen Indexmitglieder kaufen.

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Für ETF- und Indexfonds-Anleger dürften die Auswirkungen des SpaceX Börsengangs jedoch begrenzt bleiben. Im Nasdaq 100 wird die Gewichtung unter einem Prozent betragen, für die Weltaktienindizes MSCI World und FTSE All-World wird sie sogar unter 0,5 Prozent geschätzt. Entsprechend dürften selbst bei grösseren Kursbewegungen von SpaceX kaum spürbare Effekte auf die entsprechenden Fonds entstehen.

Wer in einen ETF oder Indexfonds investiert, sollte hingegen genau prüfen, welche Märkte und Branchen abgedeckt werden. Entscheidend ist, die einzelnen Anlagen stets im Kontext des Gesamtportfolios zu betrachten, um Klumpenrisiken zu vermeiden und eine sinnvolle Diversifikation sicherzustellen.

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