Neue Studie: So gelingt die Nachfolge in der eigenen Firma

Unternehmensnachfolge

Ein erfolgreicher Übergang ist nicht zufällig. Eine neue Studie des VZ zeigt, welche Faktoren den Ausschlag geben. Das müssen KMU darüber wissen.

Portrait von Marco Tunesi

Funktion Experte für Unternehmensnachfolge

Publiziert am

29. September 2026

In den nächsten fünf Jahren müssen Tausende KMU ihre Nachfolge regeln. Das ist eine grosse Herausforderung für die Firmen und die Wirtschaft: Hunderttausende Arbeitsplätze hängen davon ab, dass der Übergang gelingt. Das VZ hat darum in einer Studie untersucht, welche Erfolgsfaktoren ausschlaggebend sind.

Nachfolge: So geben Schweizer Unternehmer ihre Firma weiter

Studie

Was beschäftigt Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Nachfolge? Die grössten Sorgen gelten den Mitarbeitenden und der Zukunft des Unternehmens.

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Befragt wurden 132 Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Firma mithilfe des VZ erfolgreich weitergegeben haben. Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

Die meisten verkaufen extern

Fast zwei Drittel übertrugen ihre Firma an externe Käufer, weil es weder in der Familie noch im Unternehmen geeignete Nachfolger gab. Die wenigsten kannten die Käufer, bevor sie den Prozess starteten.

Oft geht es schnell

Rund 80 Prozent haben ihre Nachfolger im ersten Anlauf gefunden und 60 Prozent brauchten weniger als zwei Jahre für die Umsetzung. Entscheidend war dabei das Netzwerk der involvierten Nachfolgespezialisten, das den Zugang zu passenden Käufern ermöglichte.

Hohes Verantwortungsbewusstsein

Die grössten Sorgen betreffen nicht den Verkaufspreis oder die Finanzen, sondern die Zukunft der Mitarbeitenden und der Firma. Viele Befragte beschäftigt auch das Loslassen.

Nach der Weitergabe überwiegt die Erleichterung darüber, die Firma in guten Händen zu wissen. Viele sind froh, Verantwortung und Druck hinter sich zu lassen. Gleichzeitig vermissen sie ihre Mitarbeitenden und die unternehmerische Herausforderung.

Abschläge und Darlehen ebnen den Weg

Rund ein Drittel der Befragten kommt seinen Nachfolgern mit einem Abschlag auf den Firmenwert entgegen – vor allem bei der Weitergabe an Kinder oder Mitarbeitende. Und fast die Hälfte unterstützt ihre Nachfolger mit einem Verkäuferdarlehen.

Verbleib in der Firma

Die meisten sind ihrer Firma auch nach der Übergabe verbunden, und engagieren sich zum Beispiel als Verwaltungsräte oder Berater.

Das wird unterschätzt

Am meisten werden die Komplexität und Intensität des Prozesses sowie der rechtliche Aufwand unterschätzt – wie etwa Verträge und Due Diligence.

Positives Fazit

Rückblickend sind die meisten zufrieden mit dem erzielten Verkaufspreis – und die Mehrheit der KMU hat sich positiv weiterentwickelt.

Tipp: Warten Sie nicht. Eine erfolgreiche Nachfolge beginnt nicht erst kurz vor der Übergabe der Firma. Dann ist es zu spät, um alle personellen, rechtlichen, finanziellen und steuerlichen Optionen sorgfältig zu prüfen. Bleiben Sie offen für Käufer ausserhalb Ihres persönlichen oder geschäftlichen Umfelds.

Und denken Sie schon heute daran: Wenn Sie Ihre Nachfolger auch nach der Übergabe finanziell, operativ oder strategisch unterstützen, steigen die Erfolgschancen enorm.

Sie möchten mehr erfahren? Bestellen Sie die neue Studie oder sprechen Sie mit einer erfahrenen Fachperson im VZ in Ihrer Nähe.