Neue Studie: Bankeigene Fonds kosten Anleger viel Geld
Geldanlagen
In vielen Depots liegen teure Produkte der Hausbank – oft ohne Mehrwert. Die neue VZ-Studie zeigt, dass kleinere Vermögen davon besonders betroffen sind.
Manuel Rütsche
Funktion Leiter Asset Management
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20. August 2026
Krisen, Konflikte, volatile Märkte: Anlegerinnen und Anleger sind gefordert. Wer jetzt nicht genau hinschaut, verschenkt Rendite. Kein Wunder, lassen immer mehr Anlegerinnen und Anleger ihre Depots analysieren.
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Für eine neue VZ-Studie wurden Depots von rund 6000 Anlegerinnen und Anlegern ausgewertet. Es zeigt sich, dass nach wie vor erhebliches Verbesserungspotenzial besteht. Viele Depots enthalten Anlageprodukte, die überhöhte Kosten verursachen. Kosten und Nutzen stehen dabei oft in keinem ausgewogenen Verhältnis.
Dabei handelt es sich häufig um bankeigene Produkte: Anlageprodukte, die von denselben Banken herausgegeben werden, die die entsprechenden Depots auch verwalten. Ungeachtet vom Anlagevolumen sind viele dieser Produkte massiv teurer als vergleichbare Anlagen von Drittanbietern.
Am stärksten sind kleine Depots mit Einlagen bis zu 100'000 Franken betroffen. Hier machen Eigenprodukte knapp 60 Prozent aus. Aber auch grosse Depots mit Einlagen von bis zu 1 Million Franken bezahlen oft viel zu hohe Gebühren.
2025 betrug die volumengewichtete Gesamtkostenquote (TER) von Fremdprodukten durchschnittlich knapp 0,6 Prozent, während bankeigene Anlageprodukte mit 0,86 Prozent zu Buche schlugen. Das kommt einem Aufpreis von satten 43 Prozent gleich.
Dass dennoch viele bankeigene Produkte den Weg in die Depots finden, hat einen einfachen Grund: Auf diesen Anlagen streichen die Banken die höchsten Margen ein – das macht sie interessanter, als kostengünstige Alternativen anzubieten.
Anlegerinnen und Anleger kommt der Kostenunterschied teuer zu stehen. Denn damit ist es kaum möglich, die gleiche Rendite wie mit günstigeren Produkten anderer Anbieter zu erzielen. Die hohen Kosten gehen nämlich direkt zulasten der Rendite. Schon ein Kostenunterschied von 0,3 Prozent kann über 20 Jahre zehntausende Franken ausmachen – nicht nur bei hohen Anlagebeträgen.
Tipp: Holen Sie eine Zweitmeinung zu Ihrem Portfolio ein. Wählen Sie dafür unabhängige Experten, die Ihre Bedürfnisse ernst nehmen und keine eigenen Anlageprodukte verkaufen.
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