Teilpensionierung: Der schrittweise Ausstieg ist eine gute Alternative

Wenn die Frühpensionierung zu teuer ist, kommt vielleicht eine schrittweise Reduktion des Arbeitspensums in Frage.

Immer mehr Pensionskassen erlauben ihren Versicherten in diesem Fall einen vorzeitigen Bezug der Altersleistungen. Wer zum Beispiel mit 60 Jahren sein Arbeitspensum von 100 auf 70 Prozent reduziert, kann bereits dann 30 Prozent seines Pensionskassenguthabens beziehen. Die Einkommenseinbusse wegen des kleineren Pensums lässt sich damit zumindest teilweise ausgleichen.     

Die Altersspanne für eine gleitende Pensionierung liegt je nach Pensionskasse zwischen 58 und 65 oder 70 Jahren. Die meisten Pensionskassen machen nur mit, wenn Teilpensionierte ihr Pensum um mindestens 20 bis 33 Prozent reduzieren.

Ein Teilbezug ist nur einmal pro Jahr möglich. Die Versicherten können in der Regel bei jedem Schritt wählen, ob sie das fällige Altersguthaben auszahlen lassen oder als Rente beziehen möchten.

Vorsorgelücken kann man nur bis zum Beginn der Teilpensionierung schliessen: Nach dem ersten Bezug von Altersleistungen sind normalerweise keine freiwilligen Einkäufe in die Pensionskasse mehr möglich.

Steuervorteil bei Kapitalbezug

Eine gleitende Pensionierung kann sich auch steuerlich lohnen, nämlich dann, wenn man sein Altersguthaben als Kapital bezieht: Wegen der Progression fallen insgesamt weniger Steuern an, wenn man das gesamte Guthaben auf mehrere Teilbezüge aufteilt. Die kantonalen Steuerbehörden behandeln Kapitalleistungen unterschiedlich. Wenn Sie mehrere Teilbezüge planen, lassen Sie sich von Ihrer Steuerbehörde am besten vorab bestätigen, dass sie dieses Vorgehen nicht als Steuerumgehung auslegt.

Beispiel für eine gleitende Pensionierung
Beispiel für eine gleitende Pensionierung

Diese Seite teilen