Hypotheken

Attraktiv ist die Hypothek, die Ihre Bank nicht empfiehlt

Wenn Banken Hypotheken vergeben, kommen sie in einen Interessenkonflikt. Am liebsten empfehlen sie Festhypotheken, weil sie daran am meisten verdienen. Hausbesitzer hingegen sind mit Geldmarkt-Hypotheken meistens besser bedient.

Adrian Wenger

Hypothekarexperte

Festhypotheken sind fast immer am teuersten. Das zeigt ein Vergleich von 10-Jahresperioden seit 1991. Geldmarkt-Hypotheken waren in der Regel deutlich günstiger. Warum wählen trotzdem so wenige Eigenheimbesitzer eine Geldmarkt-Hypothek?

Eine plausible Erklärung steckt im Interessenkonflikt der meisten Banken: Sie finanzieren Hypotheken mit kurzfristigen Guthaben ihrer Sparer. In den Hypotheken, die sie vergeben, ist das Geld aber viel länger gebunden.

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Banken empfehlen vor allem Festhypotheken, denn dafür können sie einen höheren Zins verlangen. Dabei sind 3- bis 5-jährige Laufzeiten für sie ideal. Bei sehr langen Laufzeiten brauchen sie mehr Eigenmittel, um sich gegen das Zinsänderungsrisiko abzusichern. Darum bieten viele Banken vor allem Laufzeiten von 2 bis 5 Jahren an und offerieren Geldmarkt-Hypotheken nur auf ausdrückliche Nachfrage ihrer Kunden. Oder sie verlangen so hohe Zinsen für eine Geldmarkt-Hypothek, dass sie unattraktiv wird.