Star-Fondsmanager: An diesem Punkt scheitern die meisten

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Immer wieder scheitern bekannte Fondsmanager daran, längerfristig mit ihren Produkten eine Mehrrendite zu erwirtschaften. Oftmals sind es sehr ähnliche Gründe, die zum Misserfolg führen. Für Anlegerinnen und Anleger zahlt sich deshalb meist eine andere Anlagestrategie aus.

Publiziert 11. Aug 2026

Autor

Pascal Meisser

Funktion Anlageexperte

Leopold Aschenbrenner galt als KI-Wunderkind – bis zum Kollaps seines Anlagevehikels. Der frühere OpenAI-Mitarbeiter setzte in seinem Technologiefonds Situational Awareness aggressiv auf KI-Infrastrukturaktien und gegen klassische Softwaretitel, teils mit gehebelten Instrumenten. Das ging eine Zeitlang gut, bis es zum grossen Crash kam. 

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Aschenbrenner sah sich mit dem Problem konfrontiert, das viele erfolgreiche Fondsmanager mit ihm teilen: Um den Markt zu schlagen, müssen sie von der breiten Marktentwicklung abweichen und gezielt auf bestimmte Themen, Branchen oder einzelne Titel setzen. Solche Überzeugungen können zeitweise hohe Renditen bringen, erhöhen aber gleichzeitig das Risiko.

Das haben auch Anleger zu spüren bekommen, die in Fonds der amerikanischen Tech-Fondsmanagerin Cathie Woods investiert haben und zuweilen schlechter gefahren sind als mit einem breit diversifizierten ETF. Woods fokussiert sich ebenfalls auf einen Sektor – die Technologiebranche. Während ein global gestreuter ETF wie der MSCI World Rücksetzer in einzelnen Branchen durch andere Sektoren abfedern kann, potenziert ein solch fokussiertes Portfolio das Klumpenrisiko. 

Läuft der Technologiesektor schlecht – oder fokussiert sich das Investment zu stark auf wenige Wachstumstitel –, drohen überdurchschnittliche Verluste, die ein breiter Index in der Regel gut ausgleichen kann.

Genau darin liegt das Grundproblem des aktiven Fondsmanagements. Wer eine Mehrrendite erzielen will, muss zwangsläufig andere Entscheidungen treffen als der Gesamtmarkt. Damit steigen die Chancen auf eine Überrendite, aber auch die Gefahr, deutlich schlechter abzuschneiden. Höhere erwartete Renditen gehen immer mit höheren Risiken einher.

Viele Fondsmanager konzentrieren ihre Anlagen deshalb auf wenige Unternehmen, bestimmte Branchen oder einzelne Anlagethemen. Gehen diese Wetten auf, werden sie als Ausnahmeerscheinungen gefeiert. Entwickeln sich die Märkte jedoch anders als erwartet, kann die Performance rasch einbrechen. Selbst wenn die langfristige Einschätzung grundsätzlich richtig ist, können kurzfristige Marktbewegungen oder unerwartete Ereignisse hohe Verluste verursachen.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Börsenerfolge werden oft mit besonderem Können erklärt, obwohl auch Zufall eine wichtige Rolle spielt. In jeder Marktphase gibt es Fondsmanager, die den Markt deutlich schlagen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass nur wenige ihre Überrendite über längere Zeiträume wiederholen können. Viele frühere Spitzenreiter fallen später ins Mittelfeld oder sogar ans Ende der Ranglisten zurück.

Für die meisten Privatanleger ist es deshalb weder nötig noch sinnvoll, auf Börsenlegenden zu setzen. Zahlreiche Studien zeigen, dass aktive Fonds den Markt nach Kosten langfristig nur selten schlagen. Wer sein Vermögen breit diversifiziert, die Kosten tief hält und langfristig investiert, erhöht seine Chancen auf einen nachhaltigen Anlageerfolg deutlich – vor allem wenn die persönliche Anlagestrategie auch in turbulenten Marktphasen konsequent durchgezogen wird. 

Dies gelingt am einfachsten mit kostengünstigen, transparenten und breit diversifizierten ETF und Indexfonds. 

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