Galderma: Der Trend zu schöner und gesunder Haut

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Der Dermatologiespezialist wächst rasant. Wer ist das Unternehmen, das dieses Jahr in den SMI aufsteigt?

Publiziert 22. Jul 2026

Autor

David Bacher

Funktion Anlageexperte

Von der Daylong-Sonnencreme bis zu modernen Falten- und Volumenbehandlungen: Galderma deckt den gesamten Markt für Hautgesundheit ab. 

Das Unternehmen ist in den Bereichen Hautpflege, ästhetische Medizin und verschreibungspflichtige Dermatologie tätig und hat sich zum weltweit grössten reinen Dermatologie-Konzern entwickelt. Die Aktie von Galderma hat sich seit dem IPO im Jahr 2024 solide entwickelt. Das starke Wachstum hat das Unternehmen auch an der Börse zu einem Liebling vieler Investoren gemacht.

Mit einem Jahresumsatz von rund 4,4 Milliarden Dollar und über 7000 Mitarbeitenden profitiert Galderma von langfristigen Trends wie der alternden Bevölkerung, dem steigenden Interesse an ästhetischen Behandlungen und dem wachsenden Bewusstsein für Hautgesundheit. 

Für 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden Franken. Damit würde sich Galderma gemessen am Umsatz im SMI auf Platz 17 einordnen, vor den Unternehmen Logitech, Geberit und Partners Group. Auch operativ wächst das Unternehmen kräftig: Das EBITDA legte in den letzten drei Jahren jeweils zweistellig zu.

Die grösste Umsatzquelle bleibt das Geschäft mit ästhetischen Injektionsbehandlungen. Darunter fallen das Botox-Konkurrenzprodukt von Galderma und Filler, welche verlorenes Gesichtsvolumen aufbauen oder die körpereigene Kollagenbildung zur Festigung der Haut anregen. 

Zu den zentralen Hoffnungsträgern zählt zudem Relfydess, ein Botox-Konkurrent, der mit einer längeren Wirkdauer punkten soll. Das Produkt ist bereits in zahlreichen Ländern zugelassen, die wichtige US-Zulassung verzögert sich jedoch aufgrund regulatorischer Auflagen.

Für zusätzliche Stabilität sorgen Hautpflegeprodukte und verschreibungspflichtige Medikamente. Besonders im Fokus steht dabei Nemluvio, ein Medikament gegen Neurodermitis. Nach den Zulassungen in den USA und Europa gilt es als einer der bedeutendsten Wachstumstreiber der kommenden Jahre und verfügt nach Einschätzung vieler Analysten über Blockbuster-Potenzial.

Die wichtigsten Wachstumsmärkte liegen in den USA, Asien und Lateinamerika. Die USA sind bereits heute der grösste Einzelmarkt des Unternehmens. Dort profitieren sowohl ästhetische Behandlungen als auch das jüngst lancierte Neurodermitis-Medikament Nemluvio von einer hohen Nachfrage.

Gleichzeitig gewinnt Asien an Bedeutung. Vor allem in China wächst der Markt für ästhetische Behandlungen dynamisch. Auch in Lateinamerika profitiert Galderma von einer hohen Akzeptanz entsprechender Eingriffe. 

L'Oréal Beteiligung als Vertrauenssignal

Ein weiterer Pluspunkt ist die Aktionärsstruktur. Mit L'Oréal verfügt Galderma über einen strategisch wichtigen Ankeraktionär. Der französische Kosmetikkonzern zählt zu den weltweit besten Kennern des Hautpflege- und Schönheitsmarkts. Für Anleger kann die Beteiligung daher als Vertrauensbeweis in die langfristigen Perspektiven von Galderma gewertet werden.

Hohe Erwartungen an die Aktie

Seit dem Börsengang hat die Aktie eine beeindruckende Kursentwicklung hingelegt. Seit Jahresbeginn notiert sie rund 8 Prozent im Plus. Gleichzeitig ist die Bewertung anspruchsvoll: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei über 46.

Zusätzliche Aufmerksamkeit dürfte die Aufnahme in den SMI am 21. September bringen. Ein automatischer Nachfrageboom durch passive Anlageprodukte ist jedoch nicht zu erwarten. Da Galderma bisher in den Indizes SMIM und SPI Extra hoch gewichtet war und im SMI voraussichtlich nur auf ein Gewicht von rund 2 Prozent kommt, könnte der Indexwechsel unter dem Strich sogar zu leichten Kapitalabflüssen führen. 

Zahlen im Fokus

Am Donnerstag legt Galderma die Quartalszahlen vor. Analysten erwarten gemäss Bloomberg ein Umsatzwachstum von knapp 8 Prozent. Im Mittelpunkt stehen die Verkaufszahlen von Nemluvio sowie neue Informationen zur verzögerten US-Zulassung von Relfydess. Der Markt rechnet derzeit mit einer Verzögerung von bis zu einem Jahr.

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