ETF-Markt: Diese Produkte sind an der SIX neu handelbar

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Im August kommen 22 ETF neu an die SIX. Gleichzeitig verschwinden drei ETF von der Schweizer Börse.

Publiziert 1. Sep 2026

Autor

Florian Estermann

Funktion Anlageexperte

Im August sind 22 ETF neu an der Schweizer Börse SIX handelbar. Das Angebot wurde vor allem bei Aktien-ETF ausgebaut. Die neuen Produkte decken Industrieländer, Zinswerte, Rohstoffe sowie thematische Ansätze ab.

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Einen wesentlichen Beitrag leisteten Vanguard, iShares und Allianz. Während Allianz vor allem aktive ETF auf Industrieländer an die SIX brachte, lancierte Vanguard passive ETF auf Industrieländer. Ergänzt wurde das Angebot durch passive Themenfonds und ETF auf Rohstoffe und Zinswerte, unter anderem von iShares.

Besonders stark vertreten sind globale Aktienstrategien auf Industrieländer, unter anderem ETF auf den FTSE All-World, den FTSE Global All-Cap, globale Small Caps sowie Weltaktien ausserhalb der USA. Daneben kamen regionale Produkte auf Europa, die USA, Japan und Afrika hinzu. Unter den Themen-ETF befinden sich unter anderem ein globaler Immobilien-ETF und ein ETF auf die Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Die laufenden Gebühren der neuen ETF reichen von 0,07 Prozent bis 0,45 Prozent. Zu den günstigsten Produkten zählen zwei Vanguard-ETF und der iShares STOXX Europe 600ETF EUR (Dist) mit 0,07 Prozent. Am oberen Ende liegt der iShares $ EM Bond Active ETF mit 0,45 Prozent. Die Kostenunterschiede sind damit deutlich und sollten immer im Verhältnis zur Strategie beurteilt werden.

Passive ETF prägen die Neulancierungen, aktive ETF bleiben präsent

Von den 22 neuen ETF werden 16 passiv verwaltet. Dazu zählen globale FTSE ETF von Vanguard sowie verschiedene Produkte von iShares, UBS, L&G und HSBC auf Industrieländer, Rohstoffe, Zinswerte und Themenfonds. Die Mehrheit der Neuaufnahmen entfällt damit auf ETF, die etablierte Marktindizes kostengünstig und transparent abbilden.

Gleichzeitig bleiben aktive Strategien ein wichtiger Bestandteil des Angebots. Sechs Neulancierungen werden aktiv verwaltet, darunter die Smart Equity ETF von Allianz, der Invesco All Country World Enhanced Equity ETF sowie der iShares $ EM Bond Active ETF.

Trotz ihrer geringeren Bedeutung im August wächst das Angebot an aktiven ETF weiter. Anlegerinnen und Anleger sollten dabei beachten, dass diese Produkte häufig höhere Gebühren aufweisen als klassische Indexfonds. Ob sich diese Mehrkosten langfristig auszahlen, hängt davon ab, ob die Strategie ihren Vergleichsindex nach Kosten übertreffen kann.

Drei Ossiam-ETF verschwinden

Auf der Gegenseite verlassen im August drei ETF den Schweizer Markt. Betroffen sind ein Blockchain-ETF sowie zwei ESG-ETF. Solche Delistings sind im ETF-Markt nicht ungewöhnlich. Gründe sind häufig eine zu geringe Nachfrage, geringe Fondsvolumen, geringe Handelsaktivität oder strategische Anpassungen der Anbieter.

Für Anlegerinnen und Anleger ist wichtig, Delistings nicht isoliert zu betrachten. Häufig bleiben Produkte an anderen Handelsplätzen verfügbar oder werden im Rahmen einer Produktbereinigung zusammengelegt. Dennoch können Delistings zu zusätzlichem Aufwand führen, etwa wenn Positionen verkauft oder auf alternative Produkte umgestellt werden müssen.

Breite Diversifikation prägt die Neulancierungen

Die Neulancierungen am Schweizer ETF-Markt zeigen im August einen Fokus auf breit diversifizierte Kernanlagen. Im Gegensatz zu den Vormonaten spielen Themenfonds eine eher untergeordnete Rolle.

Für Anlegerinnen und Anleger erweitert sich damit die Auswahl an kostengünstigen Basisbausteinen für langfristig orientierte Portfolios. Gleichzeitig bleiben einzelne Themen- und Faktorstrategien verfügbar, wobei Anlegerinnen und Anleger auf die tatsächliche Anlagestrategie, die Kosten, die Liquidität, die Fondsgrösse und die Risiken achten sollten. Nur wenn diese Faktoren zum eigenen Portfolio passen, kann ein ETF sinnvoll eingesetzt werden.

Tiefe Kosten bleiben ein wichtiger Vorteil

Der August zeigt eindrücklich, weshalb passive ETF bei vielen Anlegerinnen und Anlegern beliebt sind. Die Mehrheit der Neuaufnahmen setzt auf eine einfache und breit diversifizierte Indexabbildung bei gleichzeitig tiefen Gebühren. Besonders die neu kotierten Produkte von Vanguard, iShares und UBS gehören mit Kosten von teilweise nur 0,07 Prozent pro Jahr zu den günstigsten Anlagen am Markt.
Auch wenn tiefe Gebühren allein keine gute Anlage garantieren, verschaffen sie Anlegerinnen und Anlegern einen wichtigen Vorteil: Ein geringerer Kostenabzug erhöht langfristig die Wahrscheinlichkeit, dass ein grösserer Teil der Marktrendite im eigenen Portfolio verbleibt. Deshalb lohnt es sich, die Gebühren bei der ETF-Auswahl stets zu berücksichtigen.

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