Diese Titel handelten Anleger im September am häufigsten

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VZ Analyse

Eine Auswertung der meistgehandelten Titel auf "Börsen & Märkte" zeigt, bei welchen Schweizer Aktien die Investoren derzeit die grössten Gewinnchancen sehen.

Publiziert vor 5 Stunden

Autor

Roman Gfeller

Funktion Anlageexperte

Nachdem der Swiss Market Index im August noch ein Allzeithoch erreicht hatte, büsste er im September wieder leicht an Schwung ein. Belastend wirkten die erneute Eskalation im Nahen Osten sowie der gestiegene Ölpreis, der die Inflation ankurbelt. Der Leitindex schloss den Monat mit einem Minus von 3,2 Prozent ab.

Das VZ hat ausgewertet, welche Titel in den vergangenen vier Wochen auf "Börsen & Märkte" am häufigsten gehandelt wurden. Die Liste zeigt eine Gemeinsamkeit: Anleger griffen bei Aktien zu, welche im September teilweise merkliche Rückgänge verbuchen mussten. Neben den SMI-Schwergewichten Nestlé und Novartis gehörten Partners Group, Amrize sowie der Nebenwert Kuros zu den meistgehandelten Titeln des vergangenen Monats.

Partners Group

Partners Group stand wegen anhaltender Herausforderungen im Privatkundengeschäft im Fokus. Nachdem sich geplante Beteiligungsverkäufe verzögert hatten, senkte der Vermögensverwalter die Erwartungen für die erfolgsabhängigen Gebühren. Gleichzeitig zogen Anleger weiterhin Geld aus älteren Evergreen-Fonds ab, während über Banken und Versicherungen weniger neue Kundengelder zuflossen als erwartet. Die zunehmenden Sorgen spiegelten sich auch im Aktienkurs: Mit einem Rückgang von rund 18 Prozent gehörte Partners Group zu den schwächsten SMI-Titeln des Monats.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Wettbewerbssituation. Mit KKR und Blackstone bauen gewichtige Konkurrenten ihre Präsenz im Wealth-Segment weiter aus, was die Position von Partners Group im Privatkundengeschäft verstärkt ins Blickfeld rückte. Diskutiert wurde zudem der angekündigte Führungswechsel: CEO David Layton soll 2027 die Rolle des Chief Investment Officer übernehmen, während die operative Führung künftig durch ein Co-CEO-Modell erfolgt.

Novartis

Novartis geriet nach zwei Rückschlägen in der Forschung unter Druck. Die Phase-III-Studien zu Pelacarsen und Del-desiran verfehlten ihre Ziele und warfen Fragen zur langfristigen Pipeline sowie zum Wachstumspotenzial nach 2030 auf. Die Enttäuschung der Investoren liess nicht lange auf sich warten: Die Aktie verlor nach der Ankündigung rund 11 Prozent. Im Verlauf des Monats gelang es ihr jedoch, die Verluste nahezu wieder wettzumachen.

Novartis hielt letztlich an seinen mittelfristigen Wachstumszielen fest und verwies auf die Stärke des bestehenden Produktportfolios. Positiv aufgenommen wurde ausserdem ein Erfolg im US-Patentrechtsstreit um das Herzmedikament Entresto.

Nestlé

Nestlé setzte den Umbau seines Portfolios fort und verkaufte weite Teile des Geschäfts mit Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln an den Finanzinvestor Yellow Wood. Mit dem Schritt will sich der Konzern im Gesundheitsbereich stärker auf Premium-Produkte und wissenschaftlich entwickelte Nahrungsergänzungsmittel konzentrieren.

Für Verunsicherung sorgte dagegen die Entscheidung Russlands, zwei lokale Nestlé-Gesellschaften unter externe Verwaltung zu stellen. Zwar bleibt Nestlé Eigentümerin der betroffenen Einheiten, verlor jedoch die operative Kontrolle. Die Unsicherheit belastete die Aktie, die im September rund 3,5 Prozent nachgab. Kurz vor den Neunmonatszahlen bestätigte der Konzern dennoch seine Jahresziele.

Amrize

Bei Amrize standen sowohl die Geschäftsentwicklung als auch personelle Veränderungen im Mittelpunkt. Nach den Halbjahreszahlen senkte Amrize seine Ergebnisziele für 2026 und verwies auf höhere Energie- und Rohstoffkosten. Mehrere Analysten passten daraufhin ihre Einschätzungen an.

Daneben wurden weitere Anpassungen im Management bekannt, nachdem kurz zuvor bereits ein Wechsel an der Finanzspitze kommuniziert worden war. Zudem übernahm Mario Gross die Leitung des Geschäftsbereichs Building Envelope. Ein Vertrauenssignal setzte CEO Jan Jenisch mit einem Aktienkauf.

Kuros

Anleger beschäftigte vor allem, dass die Aktie trotz guter Geschäftszahlen deutlich nachgab. Das Unternehmen hatte für das erste Halbjahr ein starkes Umsatzwachstum, die Rückkehr in die Gewinnzone sowie bestätigte Jahresziele ausgewiesen. Dennoch verlor die Aktie im September rund 6,7 Prozent.

Im Fokus standen gleichzeitig die weitere Kommerzialisierung der Knochenersatz-Technologie MagnetOs und der Ausbau der US-Präsenz. Mit einem neuen Standort in Georgia und eigenen Produktionskapazitäten treibt Kuros die Expansion im wichtigsten Absatzmarkt voran. Entsprechend richtete sich der Blick vieler Investoren bereits auf das nächste Trading Update und weitere Hinweise zur Wachstumsdynamik.

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