Die schwankungsreichsten Aktien im SMI

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Die Kursschwankungen der SMI-Aktien unterscheiden sich deutlich. Eine Analyse von Volatilität und Bandbreite zeigt, welche Titel besonders stark ausschlagen.

Publiziert vor 2 Stunden

Autor

Florian Estermann

Funktion Anlageexperte

Ein genauer Blick auf den SMI zeigt, dass die Unterschiede bei der Performance innerhalb des Leitindex gross sind. Die drei stärksten Titel konnten in den vergangenen 12 Monaten um über 30 Prozent zulegen. Dies sind Roche mit 30,6 Prozent, UBS mit einem Plus von 39,7 Prozent und ABB die sogar um 43,9 Prozent im Plus steht. Auf der anderen Seite findet sich Partners Group die auf Jahresfrist rund 37 Prozent tiefer handelt. Gefolgt von Amrize mit -18,1 Prozent und Alcon welche knapp 10 Prozent tiefer gehandelt wird.

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Sowohl die Volatilität als auch die Kursbandbreite der vergangenen zwölf Monate variieren stark. Die Analyse zeigt, welche Titel besonders schwankungsanfällig sind, weshalb Volatilität und Bandbreite nicht immer dasselbe aussagen und warum die Schwergewichte des Index trotz einzelner Ausreisser für Stabilität sorgen.

Zwischen defensiv und dynamisch

Die Volatilität misst, wie stark eine Aktie im Zeitverlauf schwankt. Bei den SMI-Titeln liegt die durchschnittliche 1-Jahres-Volatilität derzeit bei rund 25,5 Prozent. Einzelne Werte weichen jedoch deutlich von diesem Durchschnitt ab.

Amrize weist mit rund 35,5 Prozent die höchste Volatilität im Index auf. Dahinter folgen Partners Group mit rund 34,5 Prozent, Logitech mit rund 33,3 Prozent und Sika mit rund 31,0 Prozent. Auch Richemont, Kühne+Nagel und Holcim liegen klar über dem Durchschnitt.

Am anderen Ende der Skala finden sich vor allem defensive Titel. Swiss Life weist mit rund 16,2 Prozent die geringste Volatilität auf, gefolgt von Swisscom mit rund 17,2 Prozent und Zurich Insurance mit rund 17,9 Prozent. Damit schwankt der volatilste SMI-Titel mehr als doppelt so stark wie jener mit der tiefsten Volatilität.

Auffällig ist zudem, dass die grössten Indexschwergewichte nicht zu den schwankungsreichsten Aktien gehören. Novartis kommt auf eine Volatilität von rund 20,6 Prozent, Nestlé auf 22,6 Prozent, UBS auf 23,3 Prozent und Roche auf 24,9 Prozent.

Grosse Unterschiede bei der Kursbandbreite

Neben der Volatilität liefert die Bandbreite zwischen dem höchsten und dem tiefsten Kurs der vergangenen zwölf Monate eine weitere Perspektive auf das Schwankungsverhalten.

Im Durchschnitt beträgt diese Bandbreite bei den SMI-Titeln rund 44,8 Prozent. Besonders ausgeprägt ist sie bei Partners Group mit rund 75,1 Prozent. Handelten die Aktien der Partners Group vor einem Jahr noch bei über 1100 Franken lag der Kurs Ende Juni bei 632 Franken. Dahinter folgen Sika mit 66,5 Prozent, ABB mit 65,8 Prozent und UBS mit 61,1 Prozent. Auch Richemont und Logitech weisen überdurchschnittlich grosse Ausschläge auf.

Deutlich stabiler zeigen sich Zurich Insurance, Swiss Life und Nestlé. Ihre Bandbreiten liegen zwischen rund 20 und 24 Prozent.

Die Spannweite zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert fällt damit noch grösser aus als bei der Volatilität. Die höchste Bandbreite im SMI ist rund 3,7-mal so gross wie die niedrigste.

Wichtig ist dabei: Eine hohe Bandbreite bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Aktie über den Zeitraum besonders stark gestiegen oder gefallen ist. Sie zeigt lediglich den Abstand zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Kurs.

Volatilität und Bandbreite ergänzen sich

Bei vielen Aktien zeichnen Volatilität und Bandbreite ein ähnliches Bild. Partners Group, Sika und Logitech gehören bei beiden Kennzahlen zu den Spitzenreitern. Umgekehrt zählen Swiss Life und Zurich Insurance sowohl bei der Volatilität als auch bei der Bandbreite zu den ruhigsten Titeln.

Dennoch verlaufen die beiden Kennzahlen nicht immer parallel. So weist Amrize zwar die höchste Volatilität im SMI auf, erreicht bei der Bandbreite mit rund 50,8 Prozent jedoch keinen Spitzenwert.

Besonders interessant ist das Beispiel UBS. Mit einer Volatilität von rund 23,3 Prozent liegt die Aktie unter dem Durchschnitt des SMI. Die Bandbreite von rund 61,1 Prozent gehört hingegen zu den höchsten im Index. Ein ähnliches Muster zeigt ABB: Die laufenden Schwankungen sind mit rund 27,4 Prozent nur moderat erhöht, die Bandbreite fällt mit rund 65,8 Prozent jedoch sehr gross aus.

Für Anleger lohnt es sich daher, beide Kennzahlen gemeinsam zu betrachten. Während die Volatilität die regelmässige Schwankungsintensität misst, zeigt die Bandbreite, wie weit eine Aktie innerhalb eines bestimmten Zeitraums zwischen Hoch und Tief ausgeschlagen hat.

Warum der SMI vergleichsweise stabil bleibt

Trotz einzelner sehr schwankungsreicher Titel wird die Entwicklung des SMI vor allem von grossen, vergleichsweise stabilen Unternehmen geprägt. Die drei Schwergewichte Novartis, Roche und Nestlé vereinen zusammen rund 47 Prozent des gesamten Indexgewichts auf sich. Gleichzeitig weisen alle drei eine unterdurchschnittliche Volatilität auf.

Auch UBS, die mit rund 9,3 Prozent zu den grössten SMI-Mitgliedern zählt, liegt bei der Volatilität unter dem Durchschnitt aller Indexwerte. Die volatilsten Aktien wie Amrize, Partners Group oder Logitech besitzen dagegen nur geringe Indexgewichte von rund einem Prozent oder weniger.

Deshalb beeinflussen starke Kursschwankungen dieser Titel den Gesamtindex deutlich weniger als Bewegungen der grossen Schwergewichte.

Was Anleger beachten sollten

Die Mitgliedschaft im SMI bedeutet nicht automatisch ein einheitliches Risikoprofil. Die Volatilität reicht von rund 16 Prozent bei Swiss Life bis zu rund 35,5 Prozent bei Amrize. Bei der Bandbreite liegen die Werte zwischen rund 20 Prozent bei Zurich Insurance und rund 75 Prozent bei Partners Group.

Für Anleger zeigt sich damit: Selbst innerhalb eines Blue-Chip-Index bestehen erhebliche Unterschiede beim Schwankungsrisiko. Wer die Risikoeigenschaften einzelner Aktien beurteilen möchte, sollte sich nicht auf eine einzige Kennzahl verlassen. Erst die Kombination von Volatilität und Bandbreite vermittelt ein umfassenderes Bild darüber, wie stark eine Aktie tatsächlich schwanken kann.
 

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