Künstliche Intelligenz
vor 5 Stunden
Beschreibung
Zürich (awp) - Schweizer Familienunternehmen investieren verstärkt in die technologische Transformation und den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Das zeigt eine Umfrage der Privatbank Lombard Odier in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsmedien "Bilan" und "Finanz und Wirtschaft". Die Nachfolgeplanung bleibt derweil eine Herausforderung.
Gut die Hälfte der befragten Unternehmer aus Familienfirmen wendet mindestens 1 Prozent ihres Jahresumsatzes für Investitionen in Innovation und neue Technologien auf, wie aus der am Dienstag publizierten Studie hervorgeht. Bei 16 Prozent liegt dieser Anteil bei über 5 Prozent. Befragt wurden Unternehmer und Führungskräfte aus 286 Firmen.
In den Unternehmen kommt dabei laut der Studie auch vermehrt KI zum Einsatz: Bei 21 Prozent ist KI in der Geschäftstätigkeit bereits integriert, weitere 20 Prozent befinden sich in der Test- oder Einführungsphase dazu und 11 Prozent planen die Einführung in den kommenden zwölf Monaten.
Herausfordernde Nachfolgeplanung
Gleichzeitig steht die Nachfolgeplanung nach wie vor weit oben im Sorgenbarometer. Das gaben 45 Prozent der Befragten an. Noch stärker beschäftigt nur die Entwicklung von Kosten und Margen (51 Prozent). Als Belastungsfaktoren werden der starke Franken, höhere Rohstoffkosten und internationale Handelskonflikte gesehen.
Weitere Herausforderungen sind laut der Studie der Fachkräftemangel (38 Prozent), regulatorische Vorgaben (36 Prozent), die veränderten Kundenerwartungen (28 Prozent), familienbezogene Themen (21 Prozent) sowie die digitale Transformation (20 Prozent).
Zuversicht bleibt
Trotz all dieser Herausforderungen blickten die Unternehmer überwiegend zuversichtlich in die Zukunft, so die Mitteilung. Mit 55 Prozent zeigte sich über die Hälfte der Befragten zuversichtlich oder sehr zuversichtlich hinsichtlich der Entwicklung ihres Unternehmens.
"Familienunternehmen müssen heute mehrere Veränderungen gleichzeitig bewältigen: technologische, wirtschaftliche und generationenbezogene", wird Serge Fehr, Leiter des Schweizer Marktes bei Lombard Odier, zitiert. Zugleich zeigten sich die Unternehmen resilient, indem sie sich an veränderte Rahmenbedingungen anpassen und mit Umsicht investieren.
mk/hr