Ausblick Halbjahreszahlen
vor 9 Stunden
Beschreibung
Basel (awp) - Bei den Zahlen zum zweiten Quartal steht Novartis erneut vor einem Balanceakt zwischen anhaltendem Generikadruck und einer sich im zweiten Halbjahr erwarteten Wachstumsbeschleunigung. Im Fokus der Anleger dürften neben dem Ausblick vor allem die anstehenden zulassungsrelevanten Studiendaten stehen, die nach Einschätzung von Analysten entscheidend für die mittelfristige Bewertung der Aktie sind.
Das Pharmaunternehmen veröffentlicht am Dienstag, 21. Juli, die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
Q2 2026 (in Mio USD) AWP-Konsens Q2 2025 Umsatz Gruppe 14'019 14'054 EBIT (core) 5'333 5'925 - Marge (%) 38,0 42,2 Reingewinn (core) 4'130 4'710 (in USD) EPS (core) 2,17 2,42
Gibt es besonders spannende Themen?
Bei Novartis wird das zweite Quartal durch einander entgegengesetzte Faktoren beeinflusst werden. So dürfte die anhaltende Umsatzerosion bei einigen wichtigen Medikamenten durch Nachahmer-Präparate weiterhin belasten.
Gleichzeitig dürften die jüngsten Übernahmen und die damit verbundenen steigenden Forschungsausgaben auf der Margenentwicklung lasten.
Auf der Plusseite kann Novartis verbuchen, dass die beiden wichtigen Medikamente Cosentyx (Schuppenflechte) und Zolgensma (SMA) im Vorjahreszeitraum recht schwach abgeschnitten hatten, so dass die Vergleichsbasis etwas vorteilhafter sein könnte, wie es im Ausblick der UBS heisst.
Worauf ist noch zu achten?
In der Telefonkonferenz mit Analysten werden die Experten voraussichtlich vor allem herauszufinden versuchen, wie zuversichtlich das Management um CEO Vas Narasimhan ist, wenn es um die anstehenden Daten zulassungsrelevanter Studien im zweiten Semester geht.
Gibt es Themen jenseits der Zahlen?
Ein Thema, das immer wieder für Spekulationen gut ist, ist die Frage, wie lange Unternehmens-Chef Narasimhan den Posten noch halten will. Der gebürtige Amerikaner ist 2018 auf den Chef-Posten gerückt und damit seit acht Jahren im Amt.
Wie steht es um die Jahresziele?
Das Novartis-Management hatte immer klar gemacht, dass die Umsatzerosion durch Nachahmer vor allem die erste Jahreshälfte belasten werde. Ab dem zweiten Semester dürften diese Effekte dann aber nachlassen und das Wachstum wieder im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Ebenfalls kommuniziert hatte das Führungsteam, dass der Gewinn deutlich stärker leiden dürfte.
Konkret hatte Novartis zuletzt ein Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt und einen operatives Kernergebnis, das im tiefen einstelligen Prozentbereich sinkt.
Wie geht es dem Aktienkurs?
Die Titel von Novartis gehören mit einem Plus von knapp 15 Prozent seit Anfang Jahr zu den stärksten Blue Chips. Der SMI hat im selben Zeitraum immerhin knapp 7 Prozent hinzugewonnen.
Auch den Konkurrenten Roche (+0,2% ytd) schlägt Novartis mit der Kursperformance um Längen.
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