Marktgespräch
Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.
vor 2 Stunden
Beschreibung
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.05 Uhr):
UBS (+1,5% auf 42,95 Fr.): Hohe Erwartungen
Die Titel der UBS sind am Montag im frühen Handel bei den grössten Gewinnern. Die wegen der erneuten Friedenshoffnungen allgemein freundliche Stimmung an den Märkten dürfte dazu beitragen - im Fokus stehen die Titel der Grossbank aber vor allem wegen der für Mittwoch angesagten Zweitquartalszahlen. Händlern zufolge erhielten die UBS-Aktien im Zuge starker Quartalsabschlüsse bei den grossen US-Banken bereits Vorschusslorbeeren, am 15. Juli hatte das Papier denn auch bei 44,44 Fr. ein neues Mehrjahreshoch markiert. Seit Ende März geht es eigentlich fast nur noch aufwärts, damals konnte man UBS phasenweise noch für unter 30 Franken erwerben. Die Latte sei für die grösste Schweizer Bank entsprechend hoch angesetzt, heisst es im Handel. Ein möglicher Belastungsfaktor sind aber weiterhin die politischen Diskussionen um die Eigenmittelausstattung. Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass sich zum Schluss eine Kompromisslösung durchsetzen wird. So sicher ist das allerdings nicht. Falls eine entsprechende Gesetzesänderung vor das Volk kommen würde, wäre ein Ja jedenfalls alles andere als sicher. Insofern könnten die bevorstehenden Quartalszahlen zwar durchaus für etwas Volatilität sorgen, meinte ein Marktteilnehmer. Grössere Bewegungen wären aber vor allem dann zu erwarten, wenn sich von der politischen Seite etwas Unerwartetes ergeben würde.
AVOLTA (+3,2% auf 48,30 Fr.), FHZN (+1,3% auf 235,60 Fr.): "Friedensprofiteure"
Nur wenige Aktien dürften den Kriegsverlauf in Nahost so genau widerspiegeln wie die Titel vom Flughafen Zürich und dem Reisedetailhändler Avolta. Dass es aktuell nun wieder nach oben geht, liegt an der Angriffspause zwischen den USA und dem Iran. Damit steigt denn auch wieder die Hoffnung, dass die gegnerischen Parteien vielleicht doch zu einer Einigung am Verhandlungstisch kommen. Setzen sie aber den gegenseitigen Beschuss wieder ein, dürften sich die aktuellen Gewinne schnell wieder verflüchtigen. Derweil sehen Analysten die Entwicklung im Nahen Osten tendenziell als einen grösseren Belastungsfaktor für Avolta als den Flughafen Zürich. Beim Flughafenbetreiber bereitet vielmehr die harzige Entwicklung am neu eröffneten Flughafen Noida in Indien Kopfschmerzen, die langsamer als erwartet verlaufe.
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