Heute im Fokus: UBS, ABB

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 5 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.20 Uhr):

UBS (+2,9% auf 40,56 Fr.): Aufgrund Fusionsgerüchten zurück über 40 Franken

Die Aktien der UBS setzen sich am Freitagmorgen an die SMI-Tabellenspitze. Aus Übersee treffen Spekulationen ein, wonach die Grossbank einen Zusammenschluss mit Morgan Stanley anstreben könnte. Wachgeküsst werden die Spekulationen durch einen Kurz-Artikel von Semafor Business. Darin schreibt die Autorin, dass Morgan Stanley schon eine ganze Weile Interesse an der UBS bekunde. Dass mit Colm Kelleher ein früherer Firmenchef von Morgan Stanley an der Spitze des UBS-Verwaltungsrat stehe, komme da nicht ungelegen. Als weitere mögliche Kandidaten für einen Zusammenschluss müssen die britische Standard Chartered sowie die Deutsche Bank herhalten. In hiesigen Börsenkreisen wird der Freitags-Stärke bei den UBS-Valoren eher mit Zurückhaltung begegnet. Ähnliche Spekulationen hätten auch schon vor knapp einem Jahr die Runde gemacht. Damals hiess es unter anderem, dass die UBS ihren Sitz in die USA, nach London oder nach Singapur verlegen könnte. Nach dem harschen Entscheid des Ständerats hinsichtlich einer strengere Eigenmittelunterlegung der Auslandstöchter von Schweizer Banken sei auch möglich, dass gewisse Marktkreise mittels der Spekulationen versuchen würden, eine Drohkulisse für die Politik in Bern aufzubauen. Auch deshalb will man der Kurserholung noch nicht so recht über den Weg trauen.

ABB (+1,4% auf 81,62 Fr.): Gleichstrom-Pläne für Rechenzentren sorgen für Fantasie

Die ABB-Aktien steuern am Freitag auf eine positive Gesamtwoche zu und gehören vor dem Wochenende zu den stärksten Werten im SMI. Unterstützung kommt dabei von positiven Kommentaren im Anschluss an eine Präsentation des Unternehmens zur künftigen Stromversorgung der Rechenzentren. Zur Deckung des steigenden Strombedarfs von KI-Rechenzentren hat der Technologiekonzern ein neues Portfolio für die Versorgung mit Gleichstrom auf den Markt gebracht. Dieses wurde bereits zu Beginn der Woche vorgestellt, am Vortag aber mittels eines Webcasts noch einmal detaillierter unterlegt. So geht ABB davon aus, dass die Rechenzentren aus Effizienzgründen künftig mit Gleichstrom statt wie bisher mit Wechselstrom versorgt werden sollen. Und hier sieht sich ABB gut aufgestellt. Auch die Zürcher Kantonalbank spricht in einer Einschätzung von einer "sehr guten Position" von ABB, um von der Revolution durch die Versorgung mit Gleichstrom zu profitieren. Laut Berenberg dürften sich die Umsatzchancen von ABB durch die Umstellung auf 800-V-Gleichstrom-Versorgung vieler Rechenzentren bis 2030 signifikant erhöhen.

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