Heute im Fokus: Swiss Re, Siegfried

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 7 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.55 Uhr):

SWISS RE (-1,7% auf 144,70 Fr.): Wird der Verfall der Rückversicherungspreise unterschätzt?

Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re stehen zur Wochenmitte stark unter Druck, nachdem sie am Vortag noch ein Jahreshoch bei über 147 Franken erreicht hatten. Für Verunsicherung bei den Anlegern sorgt nun eine kritische Analystenstudie von Jefferies mit einer Rating-Abstufung auf "Underperform" und einem auf gerade noch 110 Franken gesenkten Kursziel. Für die Analysten der US-Investmentbank unterschätzt der Markt die sich beschleunigende Erosion der Rückversicherungspreise und deren Auswirkungen auf Swiss Re deutlich. So tue sich der Schweizer Konzern beim Umgang mit diesen Bedingungen auch klar schwerer als die Konkurrenz - die Analysten verweisen auf jüngste "enttäuschende" Volumen-Updates von Swiss Re. Das schwierige Marktumfeld dürften laut den US-Analysten derweil noch länger anhalten, als viele Investoren vermuten. 2027 werde sich der Preisrückgang noch einmal weiter beschleunigen - und sollte nicht eine globale einschneidende Katastrophe eintreten, würden die Preise wohl erst 2030 Boden finden.

SIEGFRIED (+2,3% auf 69,90 Fr.): Lob von Analystenseite

Die Aktien von Siegfried sind im frühen Mittwochshandel deutlich gesucht. Laut Händlern dürfte der Titel von einer Empfehlung von Bernstein profitieren. Beim US-Haus zählen die Papiere des Zofinger Pharmazulieferers neu zu den zehn bevorzugten europäischen Small- und Midcap-Aktien. Sie sehen mit einem aktuellen Kursziel von 140 Franken offenbar massives Kurspotenzial. Der Pharmazulieferer sei in einem strukturell wachsenden Markt mit hohen Eintrittsbarrieren gut positioniert, heisst es etwa zur Begründung. Einen Wachstumsschub erwarten die Analysten ausserdem durch drei im Mai übernommene Produktionsstandorte für pharmazeutische Wirkstoffe. Die Akquisition dürfte die Marktposition stärken, das Wachstum beschleunigen und die Margen erhöhen, heisst es. Entscheidend werde nun die erfolgreiche Integration der Werke sein. Etwas Erholung kann die Aktie durchaus gebrauchen. Ende Januar hatten die Papiere im Jahreshoch noch gut 101 Franken gekostet, das Jahrestief ist derweil mit gut 65 Franken nicht allzu weit vom aktuellen Kurs entfernt.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.

uh/tp/to