Heute im Fokus: Sonova, Aryzta

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 2 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.10 Uhr):

SONOVA (+0,8% auf 243,80 Fr.): Zielstrebig aufwärts

Es hat ein wenig was von heimlich, still und leise, wie sich die Sonova-Aktien in den letzten Wochen Stück für Stück Richtung ein neues 52-Wochenhoch vorgearbeitet haben. Das letzte Hoch stammt vom 10. September und liegt bei 245,70 Franken. Dabei gab es keine besonderen Nachrichten. Vielmehr scheint sich bei Investoren und Analysten die Überzeugung durchgesetzt zu haben, dass der Hörsystemspezialist durchaus einen Blick wert ist. Immerhin haben verschiedene Analysten in den vergangenen Wochen entweder ihre Kursziele oder auch Ratings nach oben angepasst. Sie verweisen dabei unter anderem auf die Endmärkte - Sonova gehört nämlich zu den Profiteuren des demographischen Wandels. Das hatte auch der neue Chef Eric Bernard beim Strategie-Update im März betont. Daher legt er denn auch einen starken Fokus auf die bevölkerungsreiche Region Asien/Pazifik. Ob diese Strategie schon erste Früchte trägt, könnte sich bei Vorlage der Halbjahreszahlen im November zeigen.

ARYZTA (-5,4% auf 42,30 Fr.): UBS dreht den Ofen herunter

Bei Aryzta reisst die Talfahrt nicht ab. Nach dem Kurseinbruch infolge der enttäuschenden Halbjahreszahlen kommt nun von gewichtiger Seite zusätzlicher Gegenwind. Der bedeutende Analystenplayer UBS stuft die Aktie gleich um zwei Stufen von "Buy" auf "Sell" zurück und streicht ihr Kursziel auf 40 von 70 Franken zusammen. Noch im Juni hatte die Grossbank den Titeln sogar 81 Franken zugetraut. Dabei stellt sie die operative Arbeit des Managements gar nicht grundsätzlich infrage. Vielmehr verdüstert sich aus Sicht der Analysten das Umfeld für den Backwarenkonzern zunehmend. Der Konsum bleibt schwach, die Preissetzungsmacht dürfte begrenzt sein und Konkurrenten bauen neue Kapazitäten auf. Hinzu kommt, dass mit Lidl ein wichtiger deutscher Kunde kräftig in die eigene Produktion investiert - womit für Zulieferer wie Aryzta weniger vom Kuchen übrig bleiben könnte. Langfristig könnten zudem veränderte Ernährungsgewohnheiten und der zunehmende Einsatz von GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion die Nachfrage nach gewissen Backwaren belasten. Damit stellt die UBS auch die Ziele für 2026 und darüber hinaus infrage. Ganz einig ist sich die Analystengemeinde allerdings nicht: Während Kepler ebenfalls nur noch 40 Franken veranschlagt, sehen Berenberg und Vontobel mit Kurszielen von 70 respektive 75 Franken weiterhin erhebliches Erholungspotenzial.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.

hr/to/cg