Marktgespräch
Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.
vor 4 Stunden
Beschreibung
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.10 Uhr):
SMI (+0,39% auf 13'819 Punkte): Auf der Suche nach Impulsen
Ein richtiges Feuerwerk ging von der lang ersehnten Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran nicht aus. Da das verbale Säbelrasseln quasi unvermindert weitergeht, ist dies allerdings auch nicht verwunderlich. Zwar liegt der SMI seit einiger Zeit in einem recht komfortablen Aufwärtskanal. Für einen wirklichen Ausbruch über das Februar-Hoch bei 14'064 Punkten reicht es derzeit nicht. Es fehlen die entscheidenden Impulse, heisst es von Marktexperten. Technisch wurde das Hoch von Anfang der Woche bei 13'871 Zählern am gestrigen Handelstag erneut verfehlt, und auch im bisherigen Tagesverlauf sieht es maximal nach einer gutmütigen Seitwärtsbewegung aus. Dafür droht laut Chartexperten auch auf der Unterseite keine akute Gefahr. Eine gravierende Eintrübung des kurzfristigen Bildes würde sich erst beim Unterschreiten der bei aktuell 13'349 Punkten verlaufenden 38-Tage-Linie zeigen. Und auf dem Weg dorthin stünden noch drei solide Unterstützungsmarken.
BYSTRONIC (+4,6% auf 151,60 Fr.): Ist die kursseitige Talsohle erreicht?
Bystronic zählt zu den diesjährigen Schweizer Börsenschlusslichtern. Mehr als 40 Prozent haben die Aktien des Blechverarbeiters aus Niederönz seit Januar an Wert eingebüsst. Damit zählen sie zu den Schlusslichtern auf dem hiesigen Börsenparkett. Nachdem die Valoren von Bystronic am Vortag noch bei 144 Franken auf ein neues Mehrjahrestief zurückgefallen sind, geben sie nun erstmals wieder ein Lebenszeichen. In hiesigen Börsenkreisen fragt man sich nun, ob die kursseitige Talsohle damit erreicht wurde und diese schon in den kommenden Wochen durchschritten werden könnte. Zumindest der für die UBS zuständige Analyst beantwortet diese Frage mit einem "Ja". Er setzt bei seinen nächstjährigen Gewinnschätzungen zwar den dicken Rotstift an und streicht diese um 77 Prozent zusammen. Diese Anpassungen haben auch Folgen für das Zwölf-Monats-Kursziel, welches der Experte neuerdings noch mit 155 (220) Franken angibt. Angesichts der sich häufenden Anhaltspunkte für eine Stabilisierung des Branchenumfelds und der Tatsache, dass das Unternehmen Nettobarmittel im Umfang von 95 Franken je Aktie in den Büchern hält, erhöht er sein Anlageurteil auf "Neutral" von "Sell". Die Abkehr von der Verkaufsempfehlung sei noch lange keine Kaufempfehlung für die Aktien, wie Händler betonen. Ihres Erachtens bedarf es zuerst operativer Fortschritte, bevor eine Rückkehr in deutlich höhere Kurssphären realistisch erscheint.
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