Heute im Fokus: Sandoz, Aryzta

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 1 Stunde

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.10 Uhr):

SANDOZ (-0,2% auf 82,26 Fr.): Starker Konkurrent in Sicht?

Der Hersteller von Nachahmermedikamenten hat grosse Pläne - bis 2040 soll das Sortiment auf über 100 Biosimilars ausgebaut werden. Dazu hat sich der Basler Konzern mit Firmen wie Henlius und Samsung Bioepis als externe Entwicklungspartner Zugang zu einer breiten Palette künftiger Biosimilars gesichert. Nun hat sich aber der deutsche Mitbewerber Fresenius die chinesische WuXi Biologics als Partner geschnappt und sichert sich damit den exklusiven Zugang zu bis zu 37 potenziellen Biosimilar-Kandidaten. Damit wird immer klarer: Der Wettbewerb wird nicht nur über die Produktionskosten, sondern zunehmend auch über den Zugang zu attraktiven Wirkstoffkandidaten entschieden. Ist damit auch ein neuer starker Konkurrent in Sicht? Marktbeobachter winken ab: Fresenius ist schon seit mehreren Jahren im Biosimilar-Geschäft tätig. Aber der Konzern positioniert sich mit dem gross angelegten Ausbau seiner Pipeline als zunehmend ernsthafter Konkurrent.

ARYZTA (+1,3% auf 40,50 Fr.): Schlicht zu günstig?

Die Aryzta-Aktien legen am Montag entgegen dem Gesamtmarkt zu. Zwar hat Berenberg das Kursziel auf 60 von 70 Franken gesenkt, die Kaufempfehlung aber bekräftig. Nach den Verlusten seit den Halbjahreszahlen sei die Aktie schlicht zu günstig und viel Skepsis bereits eingepreist, heisst es. Das neue Kursziel lässt noch immer rund 50 Prozent Luft nach oben. Die Erholung sehen die Berenberg-Analysten ab 2027. So sollen die Bündelung der Produktion in Eisleben und ein einfacheres Sortiment die Profitabilität verbessern. Bis dahin muss der Backwarenkonzern allerdings kleinere Brötchen backen. Die Sanierung in Deutschland kostet Geld, die Sortimentsanpassung zudem Umsatz. Berenberg rechnet damit, dass durch die Bereinigung des Sortiments Erlöse von 35 bis 40 Millionen Euro wegfallen könnten. Zwei jüngste Zukäufe in Frankreich dürften diese Lücke auf Jahresbasis aber ungefähr schliessen. Mit ihrer grundsätzlichen Zuversicht ist Berenberg unter den Analysten in der Mehrheit. Gemäss AWP-Analyser stehen fünf Kaufempfehlungen zwei Verkaufsempfehlungen gegenüber, neutral ist niemand. Bei Aryzta scheint es derzeit also nur zwei Geschmacksrichtungen zu geben.

Disclaimer: Die im Marktgespräch enthaltenen Informationen und Meinungen wurden im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Marktgerüchte und -spekulationen. AWP übernimmt weder für die Vollständigkeit noch für die Richtigkeit der Angaben und Informationen Gewähr. Rechtliche Schritte sind ausgeschlossen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kaufs- oder Verkaufsaufforderung dar. Die Inhalte dürfen nicht ohne Erlaubnis von AWP vervielfältigt oder weiterpubliziert werden und sind grundsätzlich für den Eigengebrauch bestimmt.

ra/an/hr