Marktgespräch
Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.
vor 5 Stunden
Beschreibung
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.00 Uhr):
NESTLE (+1,3% auf 83,75 Fr): Hälfte wieder aufgeholt
Die Aktien von Nestlé legen in einem heute tendenziell eher schwierigen Umfeld deutlich zu. Auf dem aktuellen Niveau haben sie damit gut die Hälfte des Absturzes von 8 Prozent am letzten Donnerstag bereits wieder aufgeholt. Hintergrund für den Kurssturz letzte Woche waren bekanntlich die Halbjahreszahlen. Diese waren zwar gar nicht so schlecht, aber Investoren hatten sich schlicht mehr positive News erhofft, vor allem mit Blick auf die zweite Jahreshälfte. Nun versucht CEO Philipp Navratil die Wogen bei Investoren wieder zu glätten. Gestern etwa sprach er in Zürich mit Investoren, wie die ZKB in einem Kommentar festhält. Laut ihren Analysten hängt der Investment-Case von einer Verbesserung des Mengenwachstums (RIG) und der operativen Marge ab, wofür der Konzern aber in einigen Bereichen zur Markenstärke und Category-Leadership zurückfinden müsse. Das Management ergreife dafür aber die richtigen Massnahmen, meinen die ZKB-Experten. Viele Marktteilnehmer sehen das wohl ähnlich. Allerdings sei mit den Zahlen letzte Woche wieder einmal klar geworden, dass der endgültige Turnaround des Supertankers Nestlé keine kurzfristige Angelegenheit, sondern sich über längere Zeit erstrecken werde, meinte eine Stimme aus dem Markt. Das aktuelle Kursniveau mit einer Dividendenrendite von 3,7 Prozent sei aber wohl nicht unattraktiv.
LOGITECH (-5,1% auf 83,38 Fr.): Volatilität einmal mehr hoch
Die Aktien von Logitech werden ihrem Ruf als einer der volatilsten Blue Chips einmal mehr gerecht. Nach den Zahlen vom Dienstagabend sackten die Aktien am Mittwoch im frühen Geschäft um beinahe 10 Prozent ab. Die Quartalszahlen wurden eigentlich mehrheitlich positiv kommentiert, überschattet wurden sie aber von einem Zulieferer-Problem wegen der Werksschliessung eines Halbleiter-Zulieferers. In der Folge gewann die freundlichere Sicht auf die Neuigkeiten im Tagesverlauf aber wieder Oberhand und Logitech schlossen gar knapp im Plus. Dies indes nur, um am Berichtstag wieder über 5 Prozent einzubüssen. Dabei wird der Titel von einer Rückstufung durch Research Partners auf "Halten" von "Kaufen" gebremst sowie von einer Kurszielsenkung der Deutschen Bank auf 75 von 80 Franken und damit klar unter das aktuelle Niveau. Die Deutsche Bank sieht Logitech trotz eines starken ersten Quartals mit Gegenwind konfrontiert und verweist dabei auf die Zulieferer-Probleme. Betrachtet man das längerfristige Bild, steht die Aktie derzeit klar unter dem Jahreshoch von Anfang Juni (102,80 Fr.), verzeichnet aber noch immer eine knapp positive Performance im Vergleich zum Stand von Ende 2025.
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cf/uh