Heute im Fokus: Komax, Temenos

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 2 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 09.55 Uhr):

KOMAX (+8,7% auf 80 Fr.): Aktie kennt kein Halten

Die Aktien von Komax haben gezündet - anders kann man die fulminante Bewegung der vergangenen zwei Handelstage nicht beschreiben. Und diese Kursbewegung untermauert einmal mehr, dass die Börse die Zukunft handelt. Denn die reinen Zahlen des Industriekonzerns - leichter Umsatzrückgang und erneut ein Verlust - sehen erst einmal nicht nach einem Grund für einen Kurssprung um fast 30 Prozent aus. Die Trendwende beim Auftragseingang wird hingegen gefeiert. Analysten sehen denn auch den Tiefpunkt für den Hersteller von Kabelverarbeitungsmaschinen überwunden, die Restrukturierungsmassnahmen dürften bald grössere Früchte tragen. Und entsprechend sieht Kepler Cheuvreux auch noch Luft nach oben. Genauer gesagt bis zum neuen Kursziel von 90 Franken - was den Experten dann noch eine Hochstufung auf "Buy" wert ist. Vontobel ist da schon seit geraumer Zeit nochmals optimistischer und hat aktuell als Kursziel die Schwelle von 100 Franken ausgelobt. Es besteht also die Chance, dass Komax seinen Abwärtstrend seit 2023 endlich verlassen könnte.

TEMENOS (+3,6% auf 75,90 Fr.): M&A-Fantasien zwingen Leerverkäufer in die Knie

Die Aktien von Temenos knüpfen am Freitag an die Vortagesgewinne an und setzen sich bei den mittelgrossen Unternehmen aus dem SMI Midcap Index kurzerhand an die Tabellenspitze. Händlern zufolge treten Leerverkäufer bei der Bankensoftware-Schmiede aus Genf den Rückzug an, nachdem Übernahmespekulationen den Valoren des Branchennachbarn Workday am Vorabend in New York ein Kursfeuerwerk beschert hatten. Unbestätigte Berichte, wonach der Finanzinvestor Silverlake am US-amerikanischen Anbieter von Cloud-basierter Software interessiert sei, liessen den Kurs der Workday-Aktien im späten Handel um bis zu 30 Prozent nach oben schiessen. Dies sei so etwas wie ein "Schuss vor den Bug" der Leerverkäufer, wie aus Börsenkreisen verlautet. Dementsprechend gross scheint nun die Nervosität bei dieser Anlegerspezies. Sollten sich die Übernahmespekulationen um Workday konkretisieren, könnten Leerverkäufer im Zuge der M&A-Fantasien auch in Europa gezwungen sein, ihre Wetten gegen Temenos und andere Softwarehersteller zu überdenken. Zudem verfügen die Genfer mit dem seit Donnerstag laufenden Aktienrückkaufprogramm sogar über ein firmenspezifisches Argument, um die unliebsamen "Shorties" in die Schranken zu weisen und dafür zu sorgen, dass es bei den jüngsten Kursgewinnen nicht bei einem blossen Strohfeuer bleibt.

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dm/lb/cg