Heute im Fokus: Galderma, Immo-Werte

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.05 Uhr):

GALDERMA (-1,8% auf 188,15 Fr.): Kurzes Gastspiel sorgt für lange Gesichter

Die Galderma-Aktien stehen am Dienstag unter Druck. Der Hautpflegekonzern hatte am Vorabend überraschend den Abgang von Finanzchef Luigi La Corte nach nur rund sechs Monaten im Amt angekündigt. Bei Anlegern sorgt der frühe Abschied für Ernüchterung: La Corte geniesst laut Analysten einen guten Ruf und bringt viel Übernahmeerfahrung mit. Die ZKB hält den Zeitpunkt angesichts der 1,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme von ZO Skin Health denn auch für denkbar ungünstig. Zudem erachtet sie die gleichzeitig angekündigte Vergrösserung des Verwaltungsrats auf elf Mitglieder als zu umfangreich. Zur Geschäftsentwicklung geben andere Analysten allerdings Entwarnung: Sie sehen keine Hinweise auf operative Probleme. Nähere Angaben zu La Cortes neuer Aufgabe könnten in den kommenden Tagen folgen, heisst es bei Jefferies. Für eine geordnete Übergabe bleibe er vorerst im Amt. Die Kursbilanz seines kurzen Gastspiels kann sich sehen lassen: In den sechs Monaten seiner Amtszeit haben die Galderma-Aktien rund 15 Prozent zugelegt und notieren nur knapp unter dem Allzeithoch.

SPS/PSP (+0,8% auf 132,80 Fr.; +0,8% auf 155,80 Fr.): Anleger interessieren sich wieder für Betongold

Die Aktien der zwei grössten Schweizer Immobilienwerte SPS und PSP hatten monatelang einen schweren Stand. Während sich Anleger im KI-Hype austobten, gingen die Kurse der Immobilienwerte nach unten - und zwar nicht zu knapp. Vom Hoch Ende Februar bis zur jüngsten Wende summierten sich bei SPS die Verluste auf fast 20 Prozent, PSP gaben um fast 17 Prozent nach. Nun scheint Betongold aber wieder zu glänzen. Die tiefen Zinsen in der Schweiz sind laut Analysten ein Standortvorteil - zumal die grossen Notenbanken Fed und EZB wohl nochmals anziehen werden. Seit Anfang Oktober mündet dieses Rückbesinnen auf traditionellere Werte in einem Kursplus von je rund 10 Prozent für die beiden Platzhirsche. Hingegen legte der Midcap-Index SMIM nur gut 4 Prozent im goldenen Oktober zu. Analysten bleiben aber noch relativ zurückhaltend und nehmen für beide Titel überwiegend eine neutrale Haltung ein. Viele der Vorteile seien bereits im Kurs berücksichtigt, so die Argumentation. Wenn allerdings die KI-Grössen weiter enttäuschen und Anleger auf der Suche nach Substanz sind, sollte man Immobilien nie unterschätzen.

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an/dm/hr