Heute im Fokus: Cembra, Flughafen Zürich

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 7 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):

Cembra (-3,2% auf 90,30 Fr.): Auffällige Schwäche

Cembra stehen am Dienstagmorgen deutlich unter Druck. Bei klar überdurchschnittlich hohen Volumen - nach einer Stunde ist bereits das durchschnittliche Tagesvolumen der letzten Wochen erreicht - haben die Papiere der Konsumkreditbank im frühen Handel zeitweise über 5 Prozent verloren. Firmen- oder Analystennews dazu gibt es nicht, auch angefragte Händler können sich die Kursschwäche nicht erklären. Der Blick in die Volumen zeigt einige grössere Trades - einer davon mit über 6000 umgesetzten Titeln. Es könnte also gut sein, heisst es im Handel, dass einer der (Gross)aktionäre Positionen im Vorfeld der nächste Woche (23.7.) anstehenden Halbjahreszahlen seine Position etwas abbaut. Ein Grossaktionär ist etwa die Fondstochter der UBS, die gemäss den letzten SIX-Informationen über 15 Prozent an Cembra hält. Ausserdem hält der Vermögensverwalter Blackrock gegen 4 Prozent. Bei Analysten ist Cembra eher weniger beachtet, zuletzt hat sich die ZKB in der vergangenen Woche geäussert. Die Analysten der Bank erwarten demnach eine "solide Steigerung" der Profitabilität im ersten Semester. Es könnte also gut sein, dass die Aktien bei einer positiven Überraschung die heutigen Verluste wieder abschütteln kann, heisst es denn auch. Aufholpotential hätte der Titel durchaus, notiert er doch auf dem aktuellen Niveau fast 10 Prozent unter dem Stand von Ende 2025.

Flughafen Zürich (-3,2% auf 239,20 Fr.) Flughöhe erreicht?

Nach der Coronapandemie kannten die Passagierzahlen und der Aktienkurs des Flughafens Zürich praktisch nur eine Richtung: nach oben. Im Juni wurde diese Serie bei den Passagieren mit einem leichten Rückgang von 0,3 Prozent auf Monatssicht erstmals unterbrochen. Das Unternehmen verweist dabei auf einen Kalendereffekt, da die Pfingstfeiertage im Gegensatz zum Vorjahr nicht in den Juni fielen. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung aber auch, dass die Vergleichsbasis zunehmend anspruchsvoller wird. Zusätzlichen Gegenwind erhält die Aktie derzeit von der schwachen Branchenstimmung infolge der Eskalation im Nahen Osten und den gestiegenen Ölpreisen. Auch mehren sich Analystenkommentare, die von einer harzigen Entwicklung am neu eröffneten Flughafen Noida in Indien berichten. Diese Gemengelage sorgt dafür, dass die Aktien seit dem Rekordhoch vom Februar rund 10 Prozent eingebüsst haben. Marktbeobachter stellen sich nun die Frage, ob die Titel nach dem langen Steigflug mittlerweile eine angemessene Reiseflughöhe erreicht haben.

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