Marktgespräch
Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.
vor 2 Stunden
Beschreibung
Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10 Uhr):
BURCKHARDT COMPRESSION (-2,0% auf 504 Fr.): Es bleibt Druck im Kessel
Bei Burckhardt Compression läuft das Geschäft derzeit nicht gerade rosig. Erst im vergangenen November hatte der Kompressorenhersteller erste Stellenstreichungen angekündigt und legt nun nach. Die Auslastung in den kommenden Quartalen ist gering und entsprechend wird wieder Personal gekappt. Und mit bis zu 15 Prozent der aktuellen Belegschaft am Stammsitz in Winterthur trifft es diesmal die Zentrale recht hart. Gestärkt werden sollen hingegen die Operationen in Indien. Insgesamt lastet also laut Vontobel die geopolitische Unsicherheit mit volatilen Rohstoffmärkten und verzögerten Investitionen der Kunden weiter auf Burckhardt und die angekündigten Massnahmen seien nötig, um die Kostenbasis der tieferen Geschäftsaktivität anzupassen. Mit einem Anlagehorizont von 2-3 Jahren biete das aktuelle Kursniveau aber eine interessante Möglichkeit, um Positionen aufzubauen. Luft nach oben hat die Aktie immerhin - mit einem Kursziel von 680 Franken räumt Vontobel den Titeln eine Erholung von über 30 Prozent ein. Doch dazu müssten sich die Papiere zunächst aus dem Abwärtssog seit vergangenem September lösen, was zumindest am heutigen Handelstag wohl nicht gelingt.
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INFRACORE (+1,7% auf 51,30 Fr.): Wachgeküsst?
Die Infracore-Aktien könnten nach dem bislang wenig erfolgreichen Börsenstart neuen Schwung bekommen. Die auf Gesundheitsimmobilien spezialisierte Gesellschaft ist seit dem IPO Mitte Juni stets unter dem Ausgabepreis von 54 Franken geblieben. Auch Stützungskäufe der Lead-Bank vermochten den Kurs nicht nachhaltig zu stabilisieren. Zudem wurde die Mehrzuteilungsoption nur knapp zur Hälfte ausgeübt - kein sonderlich starkes Signal für die Nachfrage nach den Titeln. Nun könnten Analysten für neue Impulse sorgen. Mit Octavian und Baader Europe haben gleich zwei Häuser die Abdeckung aufgenommen und die Aktie zum Kauf empfohlen. Beide heben die hohe Ertragsvisibilität dank langfristiger Mietverträge und der nahezu vollständigen Auslastung hervor. Dazu komme eine attraktive und nachhaltige Dividendenrendite. Rücken damit neben der defensiven Qualität auch die Bewertung und die Wachstumsperspektiven stärker in den Fokus, könnte die Aktie doch noch aus ihrem IPO-Tief erwachen. Bis zum Octavian-Kursziel von 63 Franken besteht immerhin noch reichlich Aufwärtspotential.
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