Heute im Fokus: Belimo, Oerlikon

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 2 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.15 Uhr):

BELIMO (+4,3% auf 770,50 Fr.): Mutige Fürsprache

An den Finanzmärkten ist die Stimmung in punkto Künstliche Intelligenz in den vergangenen Wochen markant gedreht. Auf den Hype folgt angesichts der hohen Bewertungen der Kater. Denn mittlerweile gehe es nicht mehr alleine um die grundsätzlichen Wachstumsperspektiven künstlicher Intelligenz, sondern vielmehr um die Frage, ob sich die milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler in Rechenzentren und Halbleiter jemals in entsprechend hohe Gewinne verwandeln lassen. In diesem Umfeld einen KI-nahen Wert auf "Buy" hochzustufen, erfordert also schon eine gute Portion an Zuversicht. Die UBS hat bei Belimo diesen Mut bewiesen. Er sehe bei Belimo mehr Potenzial durch den Bau von Rechenzentren, als es der Aktienkurs derzeit widerspiegele, begründet der zuständige Analyst den Schritt. Der Aktie verleiht die Empfehlung nach dem zuletzt ehe volatilen Verlauf zumindest etwas Rückenwind.

OERLIKON (+0,2% auf 5,62 Fr.): Fällt ein wichtiger Kurstreiber weg?

In hiesigen Börsenkreisen erhält bei Oerlikon am Freitag ein Kommentar der ZKB viel Aufmerksamkeit. Denn mit Blick auf die am Vorta veröffentlichten Quartalszahlen des Rivalen Sandvik fragt sich der zuständige Experte, ob die "Wolfram-Party" vorbei ist. Immerhin hat Oerlikon im ersten Semester 2026 im grossen Stil von Exportbeschränkungen Pekings für Wolfram profitiert. Als einer der wenigen europäischen Anbieter hatte der Schweizer Oberflächenspezialist Zugang zu günstigem Wolfram, was dem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffte. Die Oerlikon-Aktien setzten ab April zu einem regelrechten Höhenflug an - alleine für die Zeitspanne von Anfang April bis Ende September errechnet sich ein Kursplus von mehr als 85 Prozent. Wie die Sandvik-Zahlen nun aber zeigen, lässt der Wolfram-Effekt nach. Ob das auch bei Oerlikon der Fall ist, könnte sich anlässlich der Q3-Zahlen, die für den 29. Oktober vorgesehen sind, zeigen. Bis dahin seien entsprechenden Mutmassungen Tür und Tor geöffnet, meinen Händler.

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