Heute im Fokus: Banken, Avolta

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 4 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.05 Uhr):

BANKEN (UBS -1,8%; Julius Bär -1,2%; Vontobel -1,0%; EFG -1,1%): Unruhige Zeiten

Bank-Aktien gehören derzeit nicht unbedingt zu den Lieblingen der Investoren. Eher im Gegenteil. Schuld daran sind nicht zuletzt die verschiedenen Krisenherde, die derzeit brodeln. Das hemmt dann auch die Risikobereitschaft der Investoren. Beispielhaft dafür ist ein Blick auf die vergangen Börsentage. So haben Investoren vor allem bei den weniger konjunktursensiblen Pharma-Aktien oder den dividendenstarken Versicherern zugegriffen. Bankaktien dagegen hinkten dem Markt klar hinterher. Das Muster setzt sich auch zum Start in die neue Handelswoche zunächst fort. Erhöht werde der Druck auf die Branche auch durch die Anleihemärkte. Denn steigende Renditen und höhere Refinanzierungskosten belasten gleichzeitig Aktien und Anleihen. Im Grunde werde der gesamte Sektor europaweit durch eine Mischung aus Sorgen über Kreditausfälle, Staatsanleihenbestände und die Konjunktur allgemein belastet. In einem insgesamt schwachen Markt führe dieser Mix dann auch zu grösseren Verlusten als bei anderen Branchen.

AVOLTA (+0,5% auf 44,44 Fr.): Unterschätzte Dividendenaussichten

Avolta ist nicht gerade für eine grosszügige Dividendenpolitik bekannt. Das mag auch damit zu tun haben, dass der Reisehandelskonzern nach den vielen Grossübernahmen der letzten Jahre noch immer hoch verschuldet ist. Ausserdem gilt Avolta als ein Wachstumsunternehmen. Und diese investieren bekanntlich lieber in den Ausbau der Geschäftsaktivitäten, als dass sie Mittel an die Aktionäre zurückführen. Geht es nach der Citigroup, dann werden die Dividendenaussichten des Unternehmens an der Börse momentan allerdings unterschätzt. In einem Kommentar nimmt der zuständige Analyst die Abdeckung der Avolta-Aktien mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 55 Franken wieder auf. Er glaubt, dass der Reisehandelskonzern künftig in Sachen Mittelgenerierung positiv überraschen könnte und sieht in diesem Zusammenhang Raum für steigende Ausschüttungen in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen. Zu aktuellen Kursen errechnet sich momentan eine Dividendenrendite von 2,6 Prozent. Es ist denn auch die Aussicht auf grosszügigere Ausschüttungen, welche bei den Valoren zu Wochenbeginn für Rückenwind sorgen.

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hr/lb