Heute im Fokus: Alcon, EFG

Marktgespräch

Marktgespräch

Profi-Börsenhändler verraten jeden Morgen, welche Titel an der Schweizer Börse von besonderem Interesse sind.

vor 3 Stunden

Beschreibung

Zürich (awp) - Am Schweizer Markt wird heute u.a. über folgende Themen gesprochen (Kursveränderungen 10.30 Uhr):

ALCON (+1,9% auf 56,44 Fr): Zarte Erholung auf dem Prüfstand

Seit mehr als einem Jahr scheint bei den Alcon-Aktien der Wurm drin zu sein. Seit Ende des ersten Quartals 2025 geht es an sich nur abwärts - besonders negativ fiel die Reaktion auf die Zahlen zum ersten Quartal aus. Nun stehen erneut Zahlen an und Investoren stellen sich vermehrt die Frage: Kommt es zu einer Wiederholung der Q1-Entwicklung? Denn an sich hatte Alcon in den ersten drei Monaten die eigene Zielsetzung durchaus erfüllt. Das Problem waren eher die Erwartungen der Investoren, die sich offenbar noch etwas mehr erhofft hatten. Gerade in der derzeit laufenden Berichtssaison wurden verfehlte Markterwartungen besonders hart abgestraft. Die seit Mai zu beobachtende zaghafte Erholung der Aktien könnte unter Umständen ganz schnell wieder der Geschichte angehören.

EFG INTERNATIONAL (+1,1% auf 16,26 Fr.): Kein Kursfeuerwerk trotz Hochstufung

Die Aktien von EFG International bewegen sich seit Monaten mehrheitlich abwärts und hatten per Freitagabend ein Jahresminus (YTD) von fast 16 Prozent - dies notabene in einem Gesamtmarkt, der gemessen am SPI 10 Prozent höher steht als Ende 2025. Heute ist zwar ein leichtes kursmässiges Aufbäumen nach einer neuen Kaufempfehlung der ZKB zu sehen, doch nach Trendwende oder Kursfeuerwerk sieht das jedenfalls nicht aus. Eine solche gab es zwar Anfang Juli nach einer Kaufempfehlung der Citigroup, aber nach wenigen Tagen war die Luft bereits wieder draussen. Ganz anders sieht es bei anderen Privatbanken wie Vontobel oder Julius Bär aus, die dieses Jahr zu den grossen Gewinnern zählen. Diese Sicht sei allerdings etwas "misleading", heisst es im Markt. Nehme man die Performance im letzten Jahr dazu, sehe die Situation jedenfalls schon ziemlich anders aus: So hatten sich die EFG-Papiere 2025 phasenweise fast verdoppelt. Während die beiden anderen genannten Privatbanken mit mehrheitlich selbstgemachten Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, lief es bei EFG wie geschmiert und die Neugelder sprudelten nur so. Dass der Kursanstieg nicht ewig weitergehen würde, war klar. Insofern sei es auch nicht überraschend, dass nun die anderen Titel etwas mehr im Vordergrund stünden. Dass das Geschäft bei EFG damit schlechter laufe, sei aber wohl nicht der Fall, meinte ein Marktbeobachter.

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