Geschehnisse im Iran und erste Marktreaktionen

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VZ Marktbericht

Am Samstag kam es zu koordinierten Militärschlägen der USA und Israels auf iranische Führungs‑ und Militärstrukturen, gefolgt von iranischen Gegenangriffen. Die Ereignisse führten zu ersten Reaktionen am Energiemarkt, insbesondere durch unterbrochene Transporte in der Strasse von Hormus.

Publiziert 1. Mär 2026

Autor

Andreas Paciorek

Funktion Anlageexperte

Beschreibung

Am Morgen des 28. Februar führten die USA und Israel koordinierte Angriffe auf iranische Führungs‑, Raketen‑ und militärische Infrastrukturen durch, nachdem Washington zuvor Verhandlungen und diplomatische Kanäle ohne wesentliche Fortschritte genutzt hatte. Der Angriff zielte laut US‑Regierung darauf ab, militärische Kapazitäten Irans zu schwächen und sicherheitspolitische Risiken einzudämmen; Israel bezeichnete ihn zugleich als Präventivmassnahme. 

Teheran reagierte noch am selben Tag mit Raketenangriffen auf israelische Ziele und auf mehrere US‑Stützpunkte in den Golfstaaten. Nach Angaben iranischer Behörden kam es dabei zu zahlreichen Toten und Verletzten, während Israel und die USA zusätzlich ihre Luftverteidigungssysteme in erhöhte Bereitschaft versetzten. Neben der erhöhten Unsicherheit verweisen einige Analysen darauf, dass die offene Nachfolgefrage nach Chameneis Tod auch Raum für politische Neuordnungen oder Übergangsszenarien schafft, etwa durch diskutierte mögliche Nachfolger oder öffentlich formulierte Oppositionsmodelle. 

Am Ölmarkt führten die Angriffe dazu, dass mehrere grosse Energieunternehmen den Transport durch die Strasse von Hormus aussetzten, was eine unmittelbare Ausweitung der Risikoprämien und damit steigenden Preisdruck zur Folge hatte. Kurzfristig dürfte die weitere Marktreaktion davon abhängen, ob es zu einer Eskalation oder zu einer Stabilisierung der Lage rund um die Strasse von Hormus kommt, die für einen erheblichen Anteil des globalen Ölhandels zentral bleibt.