vor 10 Stunden
Beschreibung
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt steht am Donnerstag im frühen Geschäft klar im Minus. Dazu tragen nicht zuletzt die drei Schwergewichte mit ihren Verlusten einen guten Teil bei. Nach dem schwachen September mit einem Minus von mehr als 3 Prozent und einem insgesamt auch negativen dritten Quartal geht es damit auch zum Auftakt ins Schlussquartal nach unten. Der Markt befinde sich weiterhin im Spannungsfeld von Inflations- und Zinssorgen, heisst es dazu in Marktkreisen.
Die jüngsten Inflations- und Jobdatendaten aus den USA - beide sind vorteilhafter ausgefallen als befürchtet - hätten zwar kaum besser sein können, heisst es in einem Kommentar der Onlinebank Swissquote. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank hätten sich damit abgeschwächt. Dies habe indes lediglich bei den 2-jährigen US-Staatsanleihen zu einer Entspannung geführt, wogegen die Renditen der langfristigen gestiegen seien. Laut einem Händler fehlt derzeit trotz einer tendenziell weiter positiven Grundstimmung der entscheidende Funke für wieder steigende Märkte.
Der Ölpreis hat sich derweil über Nacht massiv abgeschwächt. Derzeit liegt der Brentpreis bei rund 98 US-Dollar, am Vorabend notierte er noch bei über 103 Dollar.
SMI verliert 14'000 aus dem Visier
Der SMI büsst bis um 9.25 Uhr 1,41 Prozent auf 13'635,59 Punkte ein. Er bewegt sich damit auf dem tiefsten Stand seit Juni. Der Mid-Cap-Index SMIM fällt um 0,93 Prozent auf 3047,55 Punkte zurück und der breite SPI um 1,23 Prozent auf 19'370,63 Punkte.
Die grössten Abgaben verzeichnen derzeit konjunktursensitive Aktien wie Sika (-2,5%) und Richemont (-2,3%). Sika führt am Donnerstag einen Investorentag durch.
Auch die UBS (-2,2%) büssen deutlich an Terrain ein. Am Vorabend hatte der Investor Artisan Partners einen Wegzug der Bank aus der Schweiz gefordert.
Deutliche Belastung kommt auch von den Schwergewichten. Am stärksten geben derzeit Novartis (-1,7%) nach, etwas moderater Roche und Nestlé (je -1,2%).
Nach starken Zahlen von Micron am Vorabend sind im breiteren Markt Tech-affine Titel wie VAT (+0,5%), Comet (+1,9%), Huber+Suhner (+1,1%) oder Inficon (+2,4%) gesucht.
cf/hr