Geldanlagen
In vier Schritten zur Dividendenstrategie
Viele Anleger investieren in Aktien mit hoher Dividendenrendite und setzen damit auf hohe Gewinnausschüttungen. Eine aussichtsreiche Dividendenstrategie lässt sich relativ leicht umsetzen.
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12. Mai 2026
Erfolgreiche Investoren gehen bei der Titelwahl systematisch vor. Sie investieren beispielsweise in die Titel mit den höchsten Dividenden in einem bestimmten Markt, gemessen an den Dividendenrenditen.
Die Dividendenrendite entspricht der Dividende in Prozent des Aktienkurses und macht die Dividenden verschiedener Unternehmen vergleichbar. Wer eine Dividendenstrategie verfolgt, investiert in Aktien mit hoher Dividendenrendite.
Eine Dividendenstrategie lässt sich beispielsweise wie folgt umsetzen:
Dividenden: Das sind die Vorteile
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1) Definition des Anlageuniversums
Zunächst definiert der Anleger das Anlageuniversum. Er legt damit fest, welche Aktien für eine Investition in Frage kommen. Das können beispielsweise sämtliche Titel eines Aktienindexes sein. Wer etwa die grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen berücksichtigen will, wählt für sein Anlageuniversum die 20 Titel aus dem SMI.
2) Unterteilung in Sektoren
Wer sich lediglich auf die Dividendenrendite der Aktien konzentriert, investiert allenfalls nur in einzelne Branchen. Das macht das Portfolio risikoanfällig. Um das zu verhindern, kann der Anleger das Anlageuniversum in zyklische und defensive Sektoren unterteilen.
Zyklische Sektoren wie Finanzen und Industrie sind stark konjunkturabhängig. Die konjunkturelle Entwicklung beeinflusst die Kurse von Titeln aus diesen Sektoren deutlich.
Die Kurse von Titeln aus defensiven Sektoren wie Telekom und Gesundheit sind weniger abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung.
Die Investition in Titel aus zyklischen und aus defensiven Sektoren führt über alle Marktphasen hinweg zu einem ausgewogenen Portfolio.
3) Wahl der Titel
Anschliessend wählt der Anleger aus beiden Gruppen jene Titel mit der höchsten Dividendenrendite. Er kann beispielsweise je ein Viertel seiner Anlagesumme in zwei Titel aus zyklischen und in zwei Titel aus defensiven Sektoren investieren.
Diese Anlageregel lässt sich verfeinern, wenn der Anleger nicht nur die aktuellen Dividendenrenditen berücksichtigt, sondern beispielsweise die durchschnittlichen Dividendenrenditen über mehrere Jahre oder den Trend der Dividendenentwicklung.
4) Überwachung des Portfolios
Wichtig ist, das Portfolio regelmässig, beispielsweise jährlich, zu überwachen und falls nötig zu aktualisieren, indem bisherige Titel ersetzt werden durch solche mit dann höherer Dividendenrendite.
Die Anlagedauer des Portfolios sollte wie immer bei Aktienanlagen mindestens zehn Jahre betragen. Wegen der geringen Diversifikation in nur wenige Titel sollte ein solches Portfolio nur einen Teil der Anlagesumme umfassen und eingebettet sein in eine breite Anlagestrategie.
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