Pensionskasse

Verschenktes Sparpotenzial: Teure Treue zur Pensionskasse

KMU achten penibel auf ihre Kosten – lassen bei der Pensionskasse aber viel Geld liegen. Wer ab 2027 sparen will, muss bis Ende Juni alles aufgleisen.

Publiziert am

22. April 2026

Eigentlich sind sich Unternehmerinnen und Unternehmer gewohnt, ihre Kosten so tief wie möglich zu halten. Schliesslich schmälern unnötige Ausgaben den Erfolg des Unternehmens direkt. Bei der Pensionskasse bleibt die Kostendisziplin jedoch erstaunlich oft auf der Strecke. 

Wenn eine Kasse einmal ausgewählt wurde, bleiben Firmen dieser Anbieterin jahrelang treu – ohne die Kosten und Leistungen von Zeit zu Zeit zu hinterfragen. Viele haben ihre PK-Lösung seit Jahren nicht angepasst und bezahlen viel zu viel. Diese Ausgaben erhöhen die Lohnnebenkosten und belasten den Gewinn. Diese blinde Treue kann unnötige Mehrausgaben von mehreren tausend Franken verursachen – pro Jahr, wohlgemerkt.

Das Beispiel in der Tabelle illustriert das verschenkte Sparpotenzial: Für das Werbeunternehmen mit fünf Mitarbeitenden und einer Lohnsumme von 450'000 Franken hat es sich ausgezahlt­, Alternativen zu prüfen. Bei Anbieter B wären die jährlichen Kosten um 700 Franken gesunken – trotz höherer Verwaltungskosten. Anbieter C arbeitet effizienter, damit stieg das Sparpotenzial auf 1'300 Franken. Und mit der VZ-Lösung zahlt das Unternehmen jetzt jedes Jahr 2100 Franken weniger. Das ist eine Ein­sparung von 23 Prozent – bei gleichwertigen Leistungen.

Wechsel bis 30. Juni vorbereiten

Viele KMU begründen ihr Zögern mit der fehlenden Marktübersicht und dem Aufwand, den sie für die Analyse der Angebote erwarten. Sie sollten so bald wie möglich loslegen: Wer ab nächstem Jahr weniger zahlen will, muss den Wechsel jetzt aufgleisen. Erst wenn die Zusage der Mitarbeitenden vorliegt, kann man den alten Vertrag kündigen. Für einen Wechsel per 1. Januar muss die Kündigung vor dem 30. Juni eintreffen.

Tipp: In der Regel ist das Sparpotenzial bei den Firmen am grössten, die ihre Pensionskasse schon länger nicht mehr hinterfragt haben. Es lohnt sich, eine regelmässige Überprüfung zu terminieren, damit das nicht vergessen geht. Denken Sie daran:

  • Gleisen Sie den Wechsel zu einer günstigeren Pensionskasse jetzt auf.
  • Die meisten Verträge sehen eine Kündigungsfrist von sechs Monaten vor und sind per Ende Jahr kündbar.
  • Ihre Kündigung muss bis 30. Juni bei der alten Pensionskasse eintreffen, damit Sie ab 2027 weniger bezahlen.

Ein Blick auf Sammelstiftungen kann sich für KMU lohnen

Grosse Unternehmen haben meist eine eigene Pensionskasse. Für KMU wird das zunehmend schwieriger: Die Kosten steigen, der Druck nimmt zu – Leistungen werden gekürzt oder Beiträge erhöht. Gründe sind die stärkere Regulierung der beruflichen Vorsorge und die höhere Lebenserwartung.

Formen von Sammelstiftungen

Sammelstiftungen: Wie KMU eine Pensionskasse finden

Merkblatt

KMU sollten das Pensionskassen-Modell wählen, das ihrer Risikoeignung und ihrer Risikofähigkeit entspricht. Das Merkblatt zeigt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle auf.

Merkblatt

Viele KMU schliessen sich deshalb einer Sammelstiftung an. Diese versichert das Personal mehrerer Arbeitgeber und bietet tiefere Kosten sowie weniger administrativen Aufwand.

Sammelstiftungen gibt es in drei Modellen, die sich bei der Mitsprache bei den Anlagen und der Beteiligung am Anlageerfolg unterscheiden: Vollversicherung,

Anlagestrategie auf Stufe Vorsorgewerk oder eine gepoolte Anlagestrategie auf Stufe Stiftung. Ausser bei der Vollversicherung tragen Unternehmen und Versicherte einen Teil des Anlagerisikos selbst.

Tipp: Im kostenlosen Merkblatt "Formen von Sammelstiftungen" erfahren Sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle.

In eigener Sache

Jahr für Jahr wechseln viele KMU ihre Vorsorge zum VZ. Bei vergleichbaren Leistungen ist die VZ-Lösung nämlich oft deutlich günstiger. KMU profitieren von Kostenvorteilen, die sonst grossen Konzernen vorbehalten sind. Bezahlen Sie auch zu viel für Ihre PK? Lassen Sie von den Expertinnen und Experten des VZ analysieren, wie viel Ihr KMU mit der Vorsorgelösung des VZ einsparen kann. Im kostenlosen Merkblatt lernen Sie die verschiedenen Formen von Sammelstiftungen kennen. Oder sprechen Sie mit einer Fachperson im VZ in Ihrer Nähe.