Firmengründung

So macht man sich heute selbstständig

Immer mehr Personen machen sich selbstständig. Das VZ hat über tausend Unternehmerinnen und Unternehmer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet und die wichtigsten Erkenntnisse in einer Studie zusammengefasst.

Charly Rupp

Funktion Experte für Firmengründungen

Aktualisiert am

13. März 2026

Wer sich selbstständig macht und eine Firma gründet, muss wichtige Entscheidungen treffen. Dazu gehört, die passende Rechtsform zu wählen. Von der Rechtsform hängen entscheidende Faktoren ab wie Haftung, Steuern und obligatorische Versicherungen.

Wichtig ist auch, die Pensionskasse und die Personen­versicherungen so zu organisieren, dass die Abdeckung bedarfsgerecht ist und unnötige Kosten wegfallen. Auch sollte man nur Versicherungen abschliessen, die wirklich nötig sind und den optimalen Schutz bieten.

Welche Entscheidungen treffen Schweizerinnen und Schweizer heute, wenn sie sich selbstständig machen? Eine neue Studie zeigt, wie es rund 1100 Personen gemacht haben, die ihre Firma in den letzten Jahren mit der Hilfe des VZ VermögensZentrums gegründet haben. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

Lohn, Alter, Branche 

  • Die meisten Neugründer sind männlich und rund 45 Jahre alt. Sie arbeiten mit einem durchschnittlichen Pensum von 86 Prozent in ihrer Firma – teilweise bleiben sie anderswo angestellt.
  • Die GmbH ist die beliebteste Rechtsform.
  • Ohne Gewinnausschüttungen wie Dividenden verdienen sie im Schnitt rund 111'000 Franken im Jahr.
  • Der Grossteil arbeitet in der Unternehmensberatung und der IT-Branche.
  • Die Überlebensrate: Drei Jahre nach dem Start sind noch 78 Prozent der Firmen operativ.

Pensionskasse

  • In der Pensionskasse ist ein Lohn von durchschnittlich rund 94'700 Franken versichert. Die Sparquote liegt im Schnitt bei 17,5 Prozent.
  • Bei Invalidität oder im Todesfall zahlt die Pensionskasse Renten aus: Zusammen mit der AHV/IV erreichen Neugründer eine Abdeckung von rund 60 Prozent des versicherten Lohns – je nachdem, wie die Leistungen aus AHV/IV zusammengesetzt sind und ob sie Kinder haben.

Versicherungen

  • Praktisch alle Neugründerinnen und Neugründer schliessen eine Krankentaggeldversicherung ab, obwohl das nicht obligatorisch ist.
  • Die meisten Start-ups sind bei einem privaten Unfallversicherer versichert. Nur bei 7 Prozent handelt es sich um Suva-pflichtige Betriebe – also Firmen mit einem erhöhten Unfallrisiko wie etwa Bau und Industrie.

Wichtig: Klären Sie sorgfältig ab, welche Rechtsform langfristig für Sie am besten ist, wenn Sie eine neue Firma gründen. Immer mehr Neugründer entscheiden sich für eine AG oder GmbH. Denn so haften sie nicht mit ihrem Privatvermögen und ein späterer Firmenverkauf gestaltet sich in der Regel einfacher als bei einer Einzelfirma.

Je nach Rechtsform übernimmt man "unübertragbare und unentziehbare Aufgaben", etwa die Buchführungspflicht und die Finanzkontrolle. Wer diese Aufgaben nicht erfüllt, haftet persönlich. Informieren Sie sich, was für Sie gilt! Und vergleichen Sie auch mehrere Pensionskassen. Viele zahlen nämlich zu hohe Prämien für Risikoleistun­gen und Verwaltung.

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