In Gold investieren: Das sind die Möglichkeiten
Geldanlagen
Nach der Korrektur hat der Goldpreis wieder zulegen können. Viele Anlegerinnen und Anleger fragen sich, wie sie sinnvoll auf weitere Kurssteigerungen setzen können – und welche Anlageformen sich dafür am besten eignen.
Funktion Anlageexperte
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12. August 2026
Gold hat nach dem monatelangen Korrekturkurs wieder Boden gefunden. In den vergangenen drei Wochen legte der Preis für eine Feinunze über zehn Prozent zu und liegt damit seit Jahresbeginn auch in Franken gerechnet wieder im Plus.
Schon fast vergessen ist, wie rasant das Jahr 2026 für Gold begonnen hatte: Ende Januar markierte das gelbe Edelmetall ein Rekordhoch bei rund 5600 Dollar, danach sackten die Notierungen zeitweise bis knapp unter 4000 Dollar, bevor sich der Preis wieder auf rund 4400 Dollar erholt hat.
Immer mehr Anleger tendieren dazu, einen Teil ihres Portfolios in Gold zu halten. Viele fragen sich deshalb, welche Anlageform am besten passt. Denn es gibt eine breite Auswahl an Möglichkeiten, die sich in Bezug auf Kosten, Handelbarkeit und Sicherheit stark unterscheiden.
Grundsätzlich teilt sich der Markt in physisches Gold und indirekte Anlageformen wie börsengehandelte Produkten auf. Beide Arten der Goldinvestition haben ihre Vor- und Nachteile. Allerdings überwiegen für die meisten Anleger die Vorteile von indirekten Anlagen.
Dazu zählen passive Anlagefonds wie ETF und Indexfonds. Diese haben den Vorteil, dass der Kauf und Verkauf meist schneller und zu geringeren Transaktionskosten erfolgt als bei physischem Gold.
Solche Fondslösungen bilden den Goldpreis möglichst exakt nach und sind wegen den tiefen Kosten interessant. Was oft nicht bekannt ist: Viele dieser Produkte hinterlegen das Gold physisch in Tresoren, sodass sie nicht nur günstig, sondern auch sicher sind.
Anleger profitieren zudem von einer hohen Liquidität, da sie die Produkte während der Handelszeiten an der Börse jederzeit kaufen oder verkaufen können. Einige Produkte bieten zudem die Möglichkeit, das hinterlegte Gold physisch zu beziehen. Dafür werden jedoch eine Gebühr und bestimmte Bedingungen verlangt.
Weitere Anlageformen sind ETP (Exchange Traded Products) sowie Strukturierte Produkte. Je nach Ausgestaltung beinhalten diese Produkte jedoch ein Gegenparteirisiko sowie tendenziell höhere Gebühren und sind daher für langfristig denkende Anleger weniger geeignet.
Physisches Gold ist vor allem in Form von Barren oder Münzen verfügbar und eignet sich für Anleger, die einen sogenannten «Notbatzen» für Krisenzeiten aufbauen wollen. Hier steht die Wertaufbewahrung im Mittelpunkt. Barren gibt es bereits ab 0,1 Gramm, während klassische 12,5 Kilogramm schwere Goldbarren aktuell rund 1,4 Million Franken kosten.
Wer auf physisches Gold setzt, sollte die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs achten. Bei kleinsten Stückelungen können diese bis zu 15 Prozent des Kaufwerts betragen. Banken und Goldhändler publizieren tagesaktuelle An- und Verkaufspreise.
Wer Gold physisch erwirbt, muss sich mit dessen Aufbewahrung auseinandersetzen. Vor allem grössere Bestände lassen sich in einem Bankschliessfach sicherer lagern als zu Hause. Dies verursacht aber zusätzliche Kosten. Einige Händler bieten inzwischen eine externe Lagerung an, die allerdings nicht immer eine umfassende Versicherung einschliesst. Käufer sollten daher prüfen, ob sie im Schadensfall tatsächlich entschädigt werden.
Daneben bieten Goldhändler auch sogenannte Abo-Modelle an. Analog zu einem ETF-Sparplan wird regelmässig der Goldbestand aufgestockt. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Anleger, die regelmässig kleinere Beträge investieren. Zu beachten ist aber, dass solche Modelle oftmals hohe Gebühren mit sich bringen.
Anleger, die in Gold investieren möchten, sollten jedoch überlegen, welche Rolle das Edelmetall innerhalb des Portfolios spielen soll. Zu beachten ist, dass Gold keine Zinsen abwirft. Zudem kann es über längere Zeiträume auch immer wieder eine vergleichsweise schwache Renditeentwicklung im Vergleich zu Aktien oder Obligationen aufweisen.
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