ETF und die Kostenkennzahl TER
Geldanlagen
Bei der Wahl eines ETF sollte die Höhe der Gebühren eine wichtige Rolle spielen. Viele Anleger orientieren sich an der Gesamtkostenkennzahl TER. Doch das genügt nicht immer.
Funktion Anlageexperte
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26. September 2026
Hohe Gebühren und Verwaltungskosten belasten die Rendite des Anlegers erheblich. Weil ETF nicht von einem Fondsmanager aktiv verwaltet werden, sind sie deutlich günstiger als klassische Anlagefonds. ETF haben als börsengehandelte Indexfonds das Ziel, einen Vergleichsindex (Benchmark) eins zu eins abzubilden. Die Rendite des Fonds fällt allerdings grundsätzlich leicht tiefer aus als diejenige des Indexes. Ein Grund für die Differenz sind die Gebühren.
Einen Hinweis auf die Höhe der jährlich anfallenden Kosten in einem Indexfonds liefert die Gesamtkostenquote TER (Total Expense Ratio). Die Kennzahl umfasst neben den Verwaltungsgebühren auch die Kosten für Marketing und Vertrieb. Nicht in der TER enthalten sind jedoch beispielsweise Transaktionskosten innerhalb des ETF.
Die TER wird als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvolumens angegeben. Bei den an der Schweizer Börse gelisteten ETF liegt die TER zwischen 0,03 Prozent und 0,90 Prozent, wobei mehr als zwei Drittel aller ETF eine TER von weniger als 0,30 Prozent aufweisen. Aktien-ETF sind durchschnittlich etwas teurer als ETF auf Zinswerte wie Obligationen oder Geldmarktinstrumente. Die höchsten Durchschnittskosten haben Rohstoff-ETF. Das liegt vor allem daran, dass die Abbildung solcher Märkte komplex ist.
Der alleinige Blick auf die TER reicht meist nicht aus, um die Attraktivität eines ETF zu beurteilen. Nebst den Gebühren beeinflussen weitere Kriterien die Rendite eines ETF wie beispielsweise die Replikationsart. Eine tiefere TER sorgt daher nicht zwangsläufig für eine höhere Rendite.
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