Vorsorge
Darum lohnt sich die Einzahlung in die Säule 3a Anfang Jahr
Wer in die Säule 3a einzahlt, verbessert seine Altersvorsorge und spart erst noch Steuern. Wer kann, sollte schon Anfang Jahr einzahlen – und so vom Zinseszinseffekt profitieren.
Karl Flubacher
Funktion Pensionierungsexperte
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9. Januar 2026
Eine Einzahlung in die Säule 3a lohnt sich: Einerseits verbessert man seine Altersvorsorge, andererseits spart man Steuern. Angestellte können in diesem Jahr bis zu 7258 Franken einzahlen, Selbstständige ohne Pensionskasse bis zu 36'288 Franken oder höchstens 20 Prozent des Nettoeinkommens.
Viele Sparer tätigen ihre Einzahlungen aber erst Ende Jahr. Oft liegt es daran, dass sie erst im letzten Moment daran denken, die private Vorsorge zu pflegen. Das ist aber keine gute Idee. Denn so entgeht ihnen die Rendite des gesamten Anlagejahres und der damit zusammenhängende Zinseszinseffekt.
Bei einer Säule 3a Wertschriftenlösung mit einem ausgewogenen Aktienanteil beträgt die Anlagerendite nach Kosten durchschnittlich rund 4,7 Prozent pro Jahr. Bei einer angenommenen jährlichen Einzahlung von 7258 Franken summiert sich der «verpasste» Zinseszinseffekt nach 10 Jahren auf über 4200 Franken aus (siehe Grafik). Nach 15 Jahren steigt die Differenz gar auf knapp 7200 Franken. Das entspricht fast einem ganzen Jahresbetrag, den man so «geschenkt» bekommt.
Eine Wertschriftenlösung stellt zudem eine sinnvolle Alternative zum Säule-3a-Konto dar. Der Wert des Guthabens bei einem solchen Sparplan kann zwar schwanken, dafür ist die erwartete Rendite langfristig deutlich höher als bei einem Sparkonto, wo die Guthaben aktuell praktisch nur noch durch die Einzahlungen der Sparer wachsen. So zeigt ein Vergleich vom VZ VermögensZentrum, dass Banken ihre Säule 3a Konten trotz der aktuell steigenden Zinsen mit durchschnittlich 0,4 Prozent verzinsen .
Anders als beispielsweise bei Lebensversicherungen bleibt der Sparer bei einer Wertschriftenlösung zudem flexibel, kann die Einzahlungen seinen aktuellen finanziellen Möglichkeiten anpassen und sein Geld jederzeit zu anderen Anbietern wechseln.
Doch auch bei Wertschriftenlösungen lauern Fallstricke. Viele Banken bieten heute 3a-Anlagefonds an. Oft sind das aktiv verwaltete Fonds, die sehr teuer sind. Einige Banken belasten 1,5 Prozent oder mehr, die von der Anlagerendite abgezogen werden. Passive Anlagefonds wie ETF oder Indexfonds weisen deutlich günstigere Gebühren auf, weil sie auf ein aktives Management verzichten können. Langfristig können diese Gebührenunterschiede grosse Auswirkungen auf die Rendite haben.
Tipp: Falls Sie im vergangenen Jahr die Einzahlung in die Säule 3a verpasst oder weniger als erlaubt eingezahlt haben, dürfen Sie dies jetzt nachholen. Die ersten nachträglichen Einkäufe sind ab diesem Jahr möglich – aber erst für Lücken ab dem Jahr 2025. Und es gelten einige Einschränkungen. Prüfen Sie daher genau, ob Sie die neue Möglichkeit nutzen können. Mehr dazu erfahren Sie im Merkblatt zum Thema.
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